Not in our Name Mittwoch, 28. Oktober

s geht um unsere Stadt. Es geht um Marketing, Worthülsen und herzlose Interessenvertretung, die nur die Farbe des Geldes, aber nicht die Farbe der Liebe kennt:

http://www.buback.de/nion

Es geht um dieses Gefühl, das seit kurzem wieder durch Hamburg pulsiert. Es geht darum, dass Hamburg keine Marke ist, sondern ein Lebensraum für viele unterschiedliche Menschen und dementsprechend sollten die Räume und Möglichkeiten in dieser Stadt auch vielen unterschiedlichen Menschen zugänglich gemacht werden. Wir Hamburger haben vermutlich viel mehr von diesem wunderbar heruntergekommenen und lebendigen Gängeviertel, als von einem Neubau mit Büro und Eigentumswohnungen und was auch immer. Die wenigsten Hamburger dürften von dem geplanten BQN profitieren. Kaum einer braucht einen dritten Ikea in Hamburg (Ich bin Ikea Kunde und mit zwei Filialen sehr glücklich!). Diese Stadt braucht Freiräume. Freiräume die nicht von nur einer Agentur im Namen der "Marke Hamburg" verwaltet werden.

Als die Meldung über die Verödung der Sternbrücke durchs Netz ging ist mir eine Sache aufgefallen:

In Hamburg sterben zu wenig Clubs...

Es sollten monatlich neue Clubs, temporäre Veranstaltungsräume kommen und gehen, neben einer festen und beständigen Clubszene, die Platz und Raum für die neuen Beatles bietet, anstatt von einem lächerlichen Beatlesplatz in die Museumsecke gedrängt zu werden.

Wir brauchen hier Leben und nicht noch mehr Glas und Beton. Wir brauchen weniger Marketing und mehr Raum! Mehr Raum für junge und alte Kreative die großartiges Entwickeln oder zumindest großartig scheitern können. Wir brauchen Ateliers, Bühnen und eine Politik die versteht, dass Sie am besten Platz machen kann - und nicht mitmachen!

(Herr von und zu Gutenberg ist ein beschissener DJ, der sich gefälligst lieber darum bemühen sollte die Übergänge von Diktatur zur Demokratie sinnvoll anzustoßen. Und unser Ole ist die Definition von unfunky. Schäuble ist vergesslich und Guido so zickig wie Victoria Beckham, die dafür aber besser Englisch spricht... USW.)

Deswegen sollten möglichst viele Menschen, die kreative Freiräume, kleine Labels und junge Kunst unterstützenswert finden, diesen offenen Brief, von einer Gruppe bestehend aus Mitgliedern des Schwabinggrad Ballett und Buback Tonträger ( aus Diskussionszusammenhängen entstanden) unterschreiben!

http://www.buback.de/nion

Jazzket |   Diskussion (1)
  Werbung 2.0 aka Vodafuck Sndsystem Dienstag, 21. Juli

ie kleine Netzwelt streitet sich gerade über die neue Kampagne der Telekommunikationsfirma Vodafone. Jeder Mensch mit einem angeschlossenen Fernseher dürfte mittlerweile den Spot gesehen haben, in dem angeblich im Internet prominente Menschen einen alten David Bowie Song singen/sprechen/summen/vergewaltigen. Ich habe nur Sascha Lobo erkannt und bin der Meinung den Tennis-Spieler aus dem Büro zu kennen - nicht aus dem Netz. Die Frau, die mit dem Baby im Werbespot rumliegt, hat mittlerweile dem Bloggen und dem „Web 2.0“ abgeschworen, da Sie sich nicht weiter beleidigen/kritisieren lassen will. Damit hat die Kampagne zumindest schon mal bei einem Menschen den Effekt bewirkt, den ich mit Vodafone verbinde. Vodafone hat mir das telefonieren abgewöhnt. Vodafone ist die Firma, mit der ich die schlechtesten Erfahrungen in meinem Leben als „Kunde“ gemacht habe. Ich kann für mich persönlich aus eigener Erfahrung sagen: Vodafone ist scheiße. Ich würde eher kostenlos an medizinischen Labortests teilnehmen, als jemals wieder einen Vodafone-Vertrag zu unterschreiben.

Es ist alles schon ein paar Jahre her. Mein Vater schenkte mir mein erstes Handy mit Vodafone Vertrag. Ich begann gerade mich in der Hamburger Musikszene herumzutreiben und baute mir eine beachtliche Sammlung an Telefonnummern auf (mehr Musiker - weniger Frauen) und nutzte diese Nummern auch mit vollkommener Begeisterung. Ich war der fleischgewordene feuchte Traum der Vodafone Manager. Ich hatte mit Handyrechnungen, die monatlich locker jenseits der 100 Euro lagen, auch irgendeinen „Silber-Status“. Vodafone hat an mir mindestens die Kosten einer Ausstrahlung dieses schrecklichen Spots umgesetzt.

Das Ende begann mit einem Anruf eines Vodafone Telefonvertrieblers, der mir irgendein weiteres Vodafone Angebot aufschwatzen wollte. Ich hatte kein Interesse, hatte aber zugestimmt, dass mir dieser Hundesohn die Unterlagen einfach mal zuschicken sollte. Ich könnte es mir dann ja immer noch überlegen... Am Ende war es angeblich ein Vertragsabschluss etc... Der Vodafone Kundenservice war nicht bereit irgendwas rückgängig zu machen oder zu erstatten. Also habe ich schnellst möglich jegliche Vodafoneverträge gekündigt. Daraufhin hat mich eine andere Abteilung des Kundenservice genervt, ob ich es mir nicht doch anders überlegen wolle... Handy geschenkt bekommen blabla...

Jetzt kam aber erst das Meisterstück der grandiosen Firma. Ich habe mich bemüht meine Handynummer zum nächsten Anbieter mitzunehmen, da unzählige Leute die Nummer ja kennen und lieben gelernt haben. Was macht Vodafone mit dem Papierkram? Meine geliebte Nummer schnellst möglich an ein armes Mädel irgendwo in Deutschland vergeben. Noch Jahre später höre ich, dass Menschen mit der Dame gesprochen haben, und Sie dank zahlreicher Gespräche ungefähr auch wisse, wer ich bin und was ich so mache. Leider ist Sie nie ans Telefon gegangen, wenn ich mal versucht habe sie zu erreichen, um mich für Vodafone zu entschuldigen und Ihr zu raten, so schnell wie möglich zu kündigen.

Und dann gibt es da noch die Geschichte von einer Vodafone-Vertreter-Weihnachtsfeier, die ich nicht erzählen darf, die aber meine Abneigung auf ewig manifestiert hat. Ich weiß sehr gut, warum ich den Konzern nur noch Vodafuck nenne.

Jazzket |   Diskussion (3)
  we school 'em cats on a regular... the random awesomeness edition Samstag, 25. April


ull Crate - She Was Fly (Ft. Mar) from Full Crate on Vimeo.

def dave  |   Diskussion (0)