11.10.08 Allow me to re-introduce myself

Frechheit! Wer bitte ist Jean-Marie Gustave Le Clézio? Da tritt man für rund 3 Monate in den Blog-Streik, um die Jury zu erpressen, und dann gewinnt irgendein dahergelaufener Franzose den Literatur Nobelpreis. Der hat noch nicht mal ein Youtube Video! Laut Spiegel-Online ist auch Marcel Reich-Ranicki sehr enttäuscht:

„Deutschlands Literaturpapst ist enttäuscht: Mit Unverständnis hat Marcel Reich-Ranicki auf die Auszeichnung des Franzosen Jean-Marie Gustave Le Clézio mit dem Literatur-Nobelpreis reagiert. Seit vielen Jahren hätte der Blog-Autor Philip Roth (mein Deckname in der Literaturszene) den Preis verdient, sagte Reich-Ranicki. Erneut sei der Blog-Autor aber leer ausgegangen. Er habe noch keines von Le Clézios Büchern gelesen, so der Kritiker.“

Besonders mit dem letzten Satz beweis Marcel Reich-Ranicki so etwas wie „Swagger“. Einen Literaturnobelpreis-Preisträger muss mindestens ein Buch geschrieben haben, und Marcel Reich-Ranicki muss es gelesen haben, sonst gildet es nicht! Aber mal ehrlich, man braucht schon eine Menge „Feuilleton-Cred“, um so mit seiner eigenen Ignoranz hausieren gehen zu können... Mit so einer Einstellung hätte man vor ein paar Monaten noch beste Aussichten im Finanzwesen gehabt, aber das ist ja jetzt so eine Sache mit Soll und Haben. Die Finanzkrise nimmt mich persönlich sehr mit. Vergiss verhungernde Kinder in der 3. Welt! Deine Bank braucht Dich! Schon kleine Dinge können Großes bewegen. Ich gehe jetzt immer direkt zum Schalter und nicht mehr zum Automaten, wenn ich Geld abhebe. Damit das Personal sieht, dass sie nicht alleine sind. Wir sind alle pleite! Schafft die herzlosen EC-Automaten ab! Zusammen können wir es schaffen! Rettet die Finanzwelt!

Mal sehen ob ich heute in Frankfurt (ich schreibe diese Zeilen auf der Autobahn...) eine neue Bewegung ins Rollen bringen kann. Wenn wir mit der soulhome Action feat. Soulparlor durch sind, kann ich vielleicht noch den ein oder anderen Bankier wieder aufpäppeln. Das wäre schön.

Auch das Reisen auf der Autobahn ist was schönes. Eine Raststätte schöner als die andere, die deutschen Herbstwälder fliegen in flammenden Farben am Mietwagenfenster vorbei. Es riecht nach Freiheit. Nach Freiheit und der lesbischen Frauen-Rugby Mannschaft aus Bottrop, die entweder unterwegs zum nächsten Spiel oder gerade auf dem Weg zu einem Fotoshooting eines abseitigen Trucker-Erotainment-Magazins ist. Aber bei diesem Anblick schmeckt das mitgebrachte Brötchen, liebevoll mit fleischlicher Lust belegt, gleich drei mal so gut. Frauen-Rugby! Am besten gleich mitschreiben liebe DSF Redaktion. Das fehlt noch in eurer Nachtschleife!

Es sind wilde Zeiten! Finanzkrise, CSU-Krise, Bayern droht demokratisch zu werden. Wir Nordlichter brauchen jetzt eine starke Führung! Ich kann mir nur einen Mann für den Job vorstellen:


Posted by Jazzket