02.06.04
Bunker Funk
Morgens um 7 treffen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf die Haut. Die ersten Vögel stimmen ihre lieblichen Lieder an, der Duft eines Sommertages steigt in den Straßen der Stadt auf. Aus den weit geöffneten Fenstern erklingt Musik, während sich die Menschen hinter mysteriösen Sonnenbrillen ein Versteckspiel liefern. "The Girls are dressin less" Zitat Fresh Prince...
Der Sommer ist da!
SCHNITT
Szenenwechsel
Morgens um 7 schleppt sich die letzte Meute aus dem Waagenbau in Richtung Heim, die Sonne blendet. Die letzten Lieder des Abends haben auch was mit vögeln zu tun gehabt, aber nichts mit Bäumen. Der Rauch aus den Klamotten meldet sich noch mal bei der Nase. Nach kurzem Schlaf geht es weiter mit Eindrücken für die Nase. Die Sonne steht im Zenit, das Wetter ist fantastisch.
Der sanfte Geruch von Urin umspielt liebevoll den Eingang des Bunkers am Hauptbahnhof. 5 Meter die Treppe hinab, weit weg von all den "lessdressed Girls" mit drei bis vier Typen in Jacken gekleidet auf engstem Raum, schreien sich die Zwei Helden des Kurzfilmes an. Die Stimmung stimmt!
Sommer im Bunker - großartige Idee. Könnte glatt aus Berlin kommen.
Während draussen in der Innenstadt, die bereits zweimal genannten "lessdressed Girls" flanieren und die Kommunikation zwischen den Menschen(Männern) ungeahnte Höhen erreicht (Person A "..Und deshalb war für mich klar,dass Einstein mit seiner Theorie an einigen Ecken einfach total daneben lag!" Person B "....mmm...ja...total..." Kopf schwenkt zwei Frauen hinterher...) wältzen wir uns im Bunker-Koller auf den Liegen für angeblich 3000 Menschen umher. Der Hormonspiegel sommergerecht hochgefahren, muss irgendwo abgebaut werden... ("Hast du den Schimmel im zweiten Stock gesehen?" ... "Ja!" ... " Ich schwöre dir, es hat mich angelächelt!" ... "Na dann los, frag es nach seiner Nummer!"...)
Und dann noch dieser Schlafrhythmus. Nach etlichen Stunden Drehtag, komme ich nach Hause, bekomme einen Flyer von Mr. Steffens (Doktorstile.de) geniale Vorderseite, unvollendete Rückseite... kurzum anstatt um 0:30 im Bett, bastele ich noch bis 4 Uhr an der Rückseite des Flyers - wohlgemerkt mit reichlich Schlafmangel auf Vorrat! Dann lässt Deutschland seine hässliche Fratze blicken. Kurz nachdem ich endlich im Bett angelangt bin, klingelt um 8 Uhr jemand einfach bei allen Klingeln des Hauses.
a) Klingt es einfach derbe scheiße wenn man gerade schläft
b) fällt dadurch die Klingelanlage aus, man kann nur noch klingeln, aber niemand kann die Tür öffnen, was noch mehr klingeln zur Folge hat - Wundervoll!
Eine Stunde später: Das Telefon klingelt. Am anderen Ende eine bemüht freundliche Person, die mir nur sagen will, dass jetzt alles geklärt ist, sie mir also eigentlich nur sagen will, dass sie nichts zu sagen hat - Großartig!
Mit diesem Schlafrhythmus bewaffnet habe ich in nur 3 Drehtagen eine Gesamtsumme von 6-8 Stunden Verspätung geschafft. Das ist zumindest mehr Verspätung meinerseits als bisheriges Gesamtmaterial, was aufgenommen wurde.
In meinen beiden Tagen Drehpause beglückt uns Yoschiwara mit einem kostenlosen Konzert in der Musikhochschule! Heute Abend 19Uhr , am besten direkt mit einem Alsterspaziergang verbunden...
Dann lauert schon die ITF Meisterschaft für Norddeutschland an der Tür...
und das bei dem Wetter!
Posted by Jazzket

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