10.04.05 Good Lord

Lord Jazz und Suro waren letzten Freitag im Mandarin gut dabei. Suro, der sich mit jedem Mal weiter als einer der Besten in Hamburg etabliert, hat zu Beginn des Abends eine sehr schöne Mischung auf die Teller gebracht. Lord Jazz hat dann mit sehr klassischen HipHop aus den 90ern ordentlich auf die 12 gegeben. Und der gute Lord war ein unglaublich smoother Zeitgenosse. Keinerlei Allüren, und keine Probleme in der Pflege, waren Balsam für die gestressten Seelen, auf Veranstalterseite. Das Haus war dann auch gut gefüllt. Ein versöhnlicher Abend.

Bei all den Todesfällen und Tragödien die derzeit durch die Presse geistern, kommt bei mir der Verdacht auf, dass Gott eine eigene Reality-Show mit Promis plant. Auf einer abgeschiedenen Wolke tummeln sich der Papst, Harald Juhnke, Lady Di und bald auch Ernst August und müssen verschiedene Prüfungen überstehen. Der Gewinner dieser stark an das Jungle-Camp erinnernden, und von Jesus moderierten Sendung bekommt postum eine richtig schlimme Single, die RTL auf den Markt bringt, und direkt wieder zu Tode dudelt. Der Papst muss dann den Ostersegen in 69 Sprachen sprechen, während schwule Engel mit riesigen Schnäbeln auf ihn einhacken.
Was passiert eigentlich mit all den unhaltbar schlechten Liedern, die so auf den Markt kommen? Werden die schlimmsten dieser Verbrechen in der Hölle gespielt? Die Vorstellung dass Hitler jeden Tag mit Scooter im Ohr einschlafen muss, stimmt doch irgendwie ähnlich versöhnlich wie Adam Sandlers Idee mit der Ananas ("Little Nicky"). Und die Tragödien nehmen auch kein Ende. Erst der Papst, dann Harald Juhnke, gefolgt von Camilla Parker Bowles überall im Fernsehen. Kabelfernsehen haben ist kein unbeschwertes Vergnügen mehr.

Aber der Ratzinger, der deutsche Top-Kandidat für den Papst (Neben Angela Merkel) sieht so bösartig aus. Sein Blick sagt irgendwie:" Ich LIEBE Kinder". Bevor die Jungens den wählen, sollte man ernsthaft Michael Jackson fragen, ob der nicht vielleicht Lust hätte - auf den Posten, nicht auf Kinder. MJ ist erfahren im Umgang mit Medien, Kindern und Wein. Ein wahrer Kirchenmann. Ausserdem wäre es ein erster Schritt zu einem schwarzen Papst. Ohne dass es zu offensichtlich wäre. Und wenn die katholische Kirche weltoffen sein möchte, dann muss Dieter Bohlen bei der Wahl des Papstes in irgendeiner Weise dabei sein. "Sorry, aber du segnest wie ein Frosch dessen Fell verbrennt!"

Posted by Jazzket