05.01.07 Heimwerken 4 homeless People.

Die Weihnachtstradition kann manchmal schon ganz schön verwirren. Warum stellt man sich einen Tannenbaum ins Wohnzimmer, nur um ihn ein paar Tage oder Wochen später wieder auf die Straße zu setzen? Erst wird er überbordend geschmückt bis er die Drag-Queen der Pflanzenwelt ist, und bevor er sich einen der Village People aussuchen konnte wird er auf die Straße gesetzt. Mooshammer ist mit so einer Tour auch nicht besonders gut gefahren, und am Ende war Daisy am Rande der Obdachlosigkeit auf der Bild Titelseite gestrandet. Es würde mich nicht wundern, wenn sich die Tannenbäume auch eines Tages rächen, und uns dem Christkind deutlich näher bringen.
Wie schön ist es doch, dass Silvester seinerseits, nicht nur ein beliebter Name unter Ostdeutschen Boxern, sondern auch ansonsten eine klare Sache ist. Alle saufen, alle sind unterwegs und am Ende stand ich Punkt null ziemlich einsam aber episch an einem Kanal, und habe die zwei lebenden Alkoholleichen die sich neben mir erleichterten nicht weiter beachtet. Und irgendwie war es auch in Ordnung, dass wir uns nicht mit den Worten Frohes Neues in die Arme gefallen sind, da waren mir andere Alkoholleichen lieber. Aber auf einer Ü-30 Party an Silvester zu arbeiten ist eh ein Genuss, den viele Menschen wohl leider bisher vermissen. Noch geiler ist es, wenn dann rund 6 frontal enthemmte Mitbürger eine Schlägerei mit den Türstehern abhalten. Sowas kann nur noch von Polizisten übertroffen werden, die sich gegenseitig mit Pfefferspray ausser Gefecht setzen, und zwei Übeltäter entkommen lassen. Immerhin war ihre Selbsteinschätzung nicht falsch. Das erste Wort des Herrn Polizei war: Oh da brauchen wir aber Verstärkung. Vielleicht aus dem Grund haben wir auch 4 bis 5 mal bei der Polizei angerufen. In Zukunft klappt das vielleicht besser.

Apropos Zukunft...
Zitat HamburgFunk.de Newsletter:

Deine Tante mag Afrobeat, dein Cousin liebt Rare Groove, dein Bruder hört Jazz, deine Mutter sammelt Soul, deine kleine Schwester liebt Electro, ihr Freund macht HipHop, dein Vater liebt Funk, deine große Schwester ist nicht von der Tanzfläche weguzbekommen… und du hast mit Sicherheit mehr als nur ein Lieblingslied. Wir sind eine Familie, der musikalische Stammbaum und der Rhythmus verbinden uns. ‘Family. a labour of love’ vereint endlich die ganze Bargage auf der Tanzfläche. Der weitgereiste und weltweit gefragte Philarmonix lässt bei seinen Sets Genregrenzen und Epochen hinter sich und den Dancefloor nie aus den Augen. Seine delikat gewählte Vielfalt sorgt für viele süße Stunden und bewegte Hüften, ohne Posing und akkustischem Einerlei. Neue Musik für alle B-Boys und B-Girls der Zukunft!

Deine Oma liebt Latin, deine beste Freundin Boogie, dein Onkel feiert Rap, dein Schwager diggt NeoSoul und deine Nichte NuJazz, deine Mutter hört House, dein Kumpel liebt Broken Beat, in der Tanzschule gibt es Disco… und im 13.Stock mitten in der Schanze die Gelegenheit für eine einmalige Nacht. Groove ist dicker als Wasser und neben jeder Menge kalter Getränke gibt es einladende Couchlandschaften rund um den heißesten Dancefloor der Stadt. Am jeweils ersten Samstag des Monats feiern wir im neuen Wohnzimmer, mit neuer Anlage, unsere Familien Feste und Du bist herzlichst eingeladen! Ein frischer Sound in den verkalkten Boxen der Hansestadt für Leute die ernsthaft tanzen wollen!

Also bitte!

Family.
a labour of love.

freestyle future boogie soul

Resident: Philarmonix (Brüssel/Montreal/Hamburg)
Samstag 06.01.2007
13.Stock (über der Bar Rossi)
23 Uhr, 5 Euro

Posted by Jazzket