10.03.05
Konzept: Freier Vormittag
Was aus der Ferne lustig klingt ist bei näherer Betrachtung doch nur Katzenjammer gewesen. Meine Cheffin war mitleidig mit mir, und mein Vormittag plötzlich FREI! Alles was ich tun musste war... meine Lohnsteuerkarte finden. Bei meinem Archivsystem hatte ich mich selber, sowie den Sinn des Lebensgefunden, bevor ich irgendeine Karte von 2002 gefunden habe. Also schlau gemacht und aufgepasst: Hier kommt das Amt. Alles was man zur neuen Lohnsteuerkarte braucht sind genau eine Handvoll Euros und einen Perso. Geld ist nicht das Thema, ich bin vollzeit Hustler und hab immer 5 Euro dabei. Perso ist für mich als Musterbürger natürlich heilig, also auch kein Problem... würden es die Beamten nicht noch etwas heiliger mit dem Perso nehmen, der leider schon abgelaufen ist. "Hören Sie! Das ist doch keine Milch, der ist noch nicht schlecht!" "Der ist leider abgelaufen." "Das können Sie doch nicht bestimmen, es ist doch schließlich meine Identität! Ich werde gleich sauer!" "Sehen Sie, wie Milch: 8 Euro, eine Unterschrift sowie Lichtbild bitte." 8 Euro kann ich mir auch leisten, schreiben ebenfalls, aber Licht würde ich mit meinen Bildern nicht in Verbindung bringen. Und dabei wollte ich endlich meinen Künstlernamen eintragen lassen, ein lustiges Foto und anderen Quatsch machen. Pustekuchen! Immerhin konnte ich noch 2 cm mehr bei der Größe raushandeln.
Dann musste ich aber auch schnell weiter, um mich mit Pädagogen rumzuschlagen. Ich weiß nicht wie oft ich es noch sagen kann, aber Lehrer, Betreuer und Sozialarbeiter sind die lebensfernsten Gestalten unter der Sonne. Die Pest! Und so viele. Und warum haben die ausgerechnet meine Büronummer. Es sind doch so viele Tasten auf dem Telefon, und es gibt so viele Kombinationen. Und ausgerechnet bei mir landen die Leute die vermutlich das Tastenfeld des Telefons ablecken. Klares Foul-Spiel vom Schicksal!
Posted by Jazzket

|