19.06.07
Kush Funk

*Ganz links Richard "Kush" Griffith
Richard „Kush“ Griffith, geboren am 8. August 1948 in Louisville, Kentucky, war gerade ein Teenager, als er dem Louisville Civic Symphony Orchestra beitrat. In seiner High School Band wurde er erster Trompeter und Solist, doch seine Initialzündung in Sachen zeitgenössischer Musik war erst die lokale Band Johnny and the Soul Six, mit denen Kush ein breites Repertoire schwarzer Musik von Rock'n'Roll über Wilson Pickett bis James Brown spielte. Die klassische Musikerkarriere war abgeschrieben, doch in welche Richtung sie sich entwickeln sollte, konnte noch niemand wissen.
1968. Die James Brown Revue war in der Stadt, Clyde Stubblefield und Fred Wesley genehmigten sich am Vorabend der Show ein paar Drinks und kamen mit dem Barkeeper ins Gespräch, weil sie einen Trompeter suchten. Und der Barkeeper kannte einen: Seinen Sohn, Richard Griffith. Am nächsten Tag wurde Kush Trompeter für James Brown und spielte bis 1970 auf klassischen, frühen Funk-Nummern wie „Say It Loud – I'm Black and I'm Proud“, „Give It Up or Turnit a Loose“, „Funky Drummer“ oder Marva Whitneys „What Do I Have to Do...“. 1970 gipfelten Unruhen in Browns Band schließlich in einer Meuterei, in deren Verlauf Kush kurz Musical Director wurde, bevor er neue Wege ging: Während Brown die Urbesetzung der J.B.'s versammelte, spielte Kush als Teil von Maceo & All The King's Men mit einem Großteil der alten Band „...Doing Their Own Thing“ (1970) und später „Funky Music Machine“ (1975) ein, auf denen er auch Autor und Arrangeur war.
1975 schließlich das nächste Level: Kush landet mit seinen langjährigen Weggefährten Fred Wesley und Maceo Parker und einem neuen Freund, Rick Gardner, im Camp von George Clinton. Die Horny Horns prägen als Bläsersektion den neuen Sound des Mob, der in der zweiten Hälfte der 70er Jahre die Welt eroberte. Kush spielte mit Parliament u.a. auf „Funkentelechy vs. the Placebo Syndrome“ (1977), der „P-Funk Earth Tour“ und dem resultierenden Album (1977) oder „Motor Booty Affair“ (1978), mit Bootsy's Rubber Band erstmals auf „Ahh... The Name is Bootsy, Baby!“ (1977) und „Player of the Year“ (1978), dazu wurde er Musical Director der Brides of Funkenstein.
Am Wichtigsten dürften aber die Solo-Alben der Horny Horns sein, die musikalisch perfekt in den P-Funk-Kanon der Zeit passten, jedoch zugunsten von ausgefuchsten, herrschenden Horn-Arrangements weitestgehend auf Vocals verzichteten. „A Blow For Me, A Toot For You“ erschien 1977 und wurde zur Samplequelle für Unmengen von Rap-Produktionen, „Say Blow By Blow Backwards“ folgte 1979. (Einige unveröffentlichte Tracks wurden 1994 als „The Final Blow“ nachgeschoben.) 1980 spielte Kush noch auf „Trombipulation“, Bootsys „Ultra Wave“ sowie auf Alben der Spin-Offs Sweat Band und Parlet, bevor ihn lange ignorierte gesundheitliche Probleme allmählich dazu zwangen, kürzer zu treten. Seine Diabetes führte zu Nierenversagen, Ende der Achtziger erblindete Kush.
Während dieser Zeit tauchte er regelmäßig auf Bootsys Solo-Alben sowie auf einigen Clinton-Projekten auf, und obwohl die genauen Zeitangaben schwer zu bestätigen sind, arbeitete er in den folgenden Jahren immer weiter: Er tourte mit Bobby Byrd, Buddy Miles und Marvin Gaye, arbeitete eng mit Rick Gardner zusammen und befasste sich immer mehr mit dem Blues. 1995 zwangen ihn die Krankheit und sein fortwährender Drogenkonsum, die Musik vorübergehend vollständig aufzugeben.
In den letzten Jahren war Kush wegen einer Verengung des Wirbelkanals an den Rollstuhl gefesselt, auf Dialyse angewiesen, hatte Herzprobleme, Aneurysmen und Arthritis. Aber er war wieder clean, nahm weiter Musik auf. Im Mai 2006 erschien sein letztes Album „Kush & His Blues meet Funk Mediocre“, zur gleichen Zeit trat er sogar noch einmal mit George Clinton und den P-Funk Allstars auf.
Am 18. Juni 2007 starb Richard „Kush“ Griffith an einem Herzinfarkt.
Rest in P.
Kushs Website
Kushs Myspace
Posted by djmq

bald hat james seine band wieder beisammen.
r.i.p. krasser typ
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bald hat james seine band wieder beisammen.
Posted by: jazzket at 19.06.07 23:55r.i.p. krasser typ