Neulich im Pudel habe ich eine pflegenswerte Bekanntschaft verpasst. Während St. Pauli edel Hooligan # 1, besser bekannt als DJ DSL, einen Abend ohne Frau Bass auskommen musste (Wo ist der Attest? Wenn ich es schon mal schaffe...), fanden sich im Pudel trotz großzügiger Regenausschüttung illustre Leute ein. Am besten hat mir die indische Version von Michael Jackson gefallen. Der Typ sah irgendwie aus wie Michael Jackson in Beat It, hatte aber auch gewisse Elemente die definitiv besser zu Thriller passten. Nachdem er den einen oder anderen Joint verhaftet hat, begab er sich zu der vordersten Säule, die den Pudel seit dem Umbau ziert (Der Umbau ist übrigens ganz fantastisch, auch wenn ich den 1.Stock noch gar nicht sehen konnte). An der ersten Säule angelangt, lehnt er sich erst mal betont lässig, die Hände in den viel zu kleinen Taschen seiner knackig sitzenden roten Jeans, gegen den Stützpfeiler. Ein Bruch im Zeit-Raum Continuum tat sich auf, und wir befanden uns, wie von Zauberhand, wieder in den Achtzigern. Auf ein mal entfuhren dem Michael Jackson Zwilling die Hände gen Himmel. Das Gesäß gegen die Säule gepresst, die Arme empor gerissen, untermalte er die Sounds von DJ DSL mit einer großen Geste, um die ihn Rockstars wie DJ Bobo beneiden. Dann plötzlich wilde Zuckungen und eine Mischung aus indischen Tänzen und Handkurbel-betriebenen Electric Boogie, der sehr gut zu den schwungvollen Rednex Choreographien passen würde. Aber auch ohne die Säule im Rücken wusste der bengalische Tanzbär zu begeistern und hatte in Windeseile seinen Ehrenplatz auf der Tanzfläche erobert. Erfurchtsabstand von mindestens einem Meter begleitete Michael Jackson für den Rest des Abends. Wer braucht da noch zeitgenössischen Tanz oder Musicals, der Pudel hat’s alles für umsonst.
Und was der Pudel noch so alles hat, erlebt man am besten selbst, wenn die Tanzschule Karacho an diesem schönen Mittwoch den neuen Pudel rockt. Dabei gibt es nicht nur Brüche im Zeit-Raum Continuum, sondern auch fetten Disco Sound ohne Hemmungen und mit umso mehr Gefühl. Der Überraschungsgast des Abends kommt aus dem Hause Smallville und nennt sich Lawrence. Das dürfte für interessanten Stoff in den Ohren und viel Spaß auf der Tanzfläche sorgen. Dafür steht die Tanzschule Karacho mit ihrem Namen.
Und da sich Mocambo und die Tanzschule sehr schätzen, gibt es hier noch mal den Link zum MP3 Single Snippet , der neuen Mocambo Ladung, was mit dem Tanzschule Abend jetzt weniger zu tun hat. Aber Verwirrtheit macht das Leben bunt.
Und Masterquest hat in den Terminen schon darauf hingewiesen: Am heutigen Dienstag gibt es einen vollmundigen Vorgeschmack auf eine neue Reihe im Thier auf dem Schulterblatt. Da werden den ein oder anderen Dienstag Woop und Freunde neuen Funk spielen. Also guten Stuff der zwischen fettem 80ties Funk und Breakbeats mittlerweile Plattensammler und raffinierte Tänzer auf der ganzen Welt in Bewegung versetzt. Von Alice Russel bis zu Yam Who? und Zero-7.
Und zum Schluss noch was fürs Auge!
Borat zeigt den Moonwalk!