27.10.08
We Aint Hamburgfunk
Wir haben eine ganz frische Idee, um die interurbane Freundschaft zwischen Hamburg und Berlin voranzutreiben. Nachdem Lord Jazz und ich neulich auf einer Klausurtagung im Regierungsviertel der Hauptstadt ein umfangreiches Konzept zur Völkerverständigung ausarbeiten konnten, ist es nun an der Zeit, zur Tat zu schreiten. Denn ein selbstgefälliges Grinsen allein macht die Welt noch nicht besser.

Höchstens etwas attraktiver.
Zur Sache: Es gibt Musik zu hören, was meist besser ankommt als Powerpoint-Präsentationen und Podiumsdiskussionen. Wir haben es ausprobiert. Deswegen Musik aus Berlin. Und Musik aus Hamburg.
In Hamburg gehen Block Barley, dessen verschrobenes Album "Dead At The Control" von tiefstem Diggertum und überbordender, dubbiger Psychedelic-Fantasie zu berichten wusste, und DJ Hysteria aus der Dark Circle-Crew mit ihrem Label We Aint Music an den Start. Der eingeschlagene Kurs wird beibehalten und perfektioniert: Auch auf dem Debütrelease "Michigan Nights" von Barley höchstselbst herrschen dunklere Töne und schleppende Beats, immer mit dem Boom Bap im Herzen. Da ist es kein Wunder, dass man nachts, irgendwo in Michigan, auch noch Guilty Simpson an der Tanke trifft, der auf jeden Fall über einen von Block Barleys Slo-Mo-Beats spitten will – das Ergebnis ist auf der "Michigan Nights" EP käuflich zu erwerben, die auch noch streng limitiert in 250 individuell gesiebdruckten Covers das Licht deines Lieblingsplattenladens erblickt. Wenn du schnell genug bist.
Unser Appetithappen mit besten Grüßen von We Aint Music:
Block Barley, "Sweet Surrender" in feinster, rechtsklickbarer 320kbps-Qualität.
In Berlin geht es etwas direkter zur Sache: Frisch angerührten B-Boy-Funk präsentieren die geschätzten Herren Marc Hype & Jim Dunloop, die 2009 endlich ein gemeinsames Albumdebüt auf Melting Pot Music abzuliefern versprechen. Vorab erscheint am 8. November eine 12" mit zwei halsbrecherischen Bodymovern, die sich in Sachen Drumbreaks und aufgekratzter Tanzbarkeit nichts vormachen lassen.

Wir haben die A-Seite "Point Blank" als schmackhaften Remix von All Good Funk Alliance:
Marc Hype & Jim Dunloop, "Point Blank (AGFA RMX)"
Und wo wir gerade dabei sind: The breaks are free but the kraut costs money! Das gesamtdeutsche Funkvergnügen, selektiert und gemischt von Hype und Katmando, ist immer noch frei zum Download verfügbar.
Natürlich haben Lord Jazz und ich in Berlin nicht nur darüber gesprochen. Welche Lösungsansätze wir für den Bundeshaushalt, die innere Sicherheit, das deutsche Fernsehen und die Zukunft von Kurt Beck haben, werden wir bald an dieser Stelle bekannt geben. Es gibt noch viel zu tun.
Posted by djmq

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Posted by: JimmiXzSqc at 30.07.17 20:56