18.04.08 Wellness mal anders

Als Blogger muss man sich ja irgendwann entscheiden, wieviel man über sein Privatleben preisgeben möchte. In meinem Fall ist das relativ wenig. Selbst die Einblicke in mein Berufsleben, die an dieser Stelle hin und wieder zu gewinnen sind, kosten mich schon viel Überwindung. Dennoch ist Hamburgfunk die Institution meiner Wahl, wenn es darum geht, zum allerersten Mal über einen Traum zu bloggen, genauer gesagt über ein kleines Detail, eine Einrichtung, die neulich in einem meiner wirren Träume auftauchte.

Ich träumte von einer Wursttherme. Ja. So wie Wurst und Therme. Das ist so etwas wie ein Thermalbad mit heißen, sprudelnden Becken, in denen Leute sitzen, und ich erinnere mich, dass ich diese Wursttherme – ich habe explizit dieses Wort geträumt – ganz oben auf einem Berg war, ein bisschen wie der Berg bei Asterix und den Römern, auf dem Gott den Weichspülertest macht, aber der kam nicht vor. Und da waren tatsächlich dampfend heiße Becken, in denen ganz normale Menschen saßen und sich entspannten. Leider wusste ich nach dem Aufwachen nicht mehr, was nun der Wurstbezug war. Gab es kleine schwimmende Würstchen in den Becken? War es am Ende gar Wurstwasser, in dem die Menschen saßen? Hätte ich im Traum einen Geruchssinn, wüsste ich es vielleicht.

So weiss ich nur, was für ein restlos debiles Unterbewusstsein ich offenbar mein Eigen nenne und wie unendlich dankbar ich war, als ich im Büro zu meinem Morgenkaffee das fantastische Album von Milez Benjiman in Empfang nehmen durfte. Das blubbert zwar auch, ist aber garantiert frei von Wurst.

Das und mehr gibt es jetzt in den Reviews.

(Ich lege heute Nacht im Neidklub Loft, morgen im Mandarin auf. Ich bitte alle Gäste, von Anspielungen auf diesen Traum, mitgebrachten Hot Dogs oder Ähnlichem Abstand zu nehmen. Danke.)

Posted by djmq