Wenn die Kultur nur so konstant wäre wie die Vorhersage, dann würde man in 200 Jahren noch vom Goldenen Hamburg der Jahrtausendwende reden. Aber immerhin haben wir den Pudel, der immer Glanz des Goldes erstrahlen wird.
Ich verspreche mich besser um die Seite zu kümmern, wenn ich schon höre, dass sich Stoecker Stereo verschmäht fühlt und die Mitarbeiterin der lokalen Tankstelle mich und meine bessere Hälfte mit den Worten „Ihr lebt noch!“ begrüßt. Wobei ich nicht glaube, dass sie - im Gegensatz zu meiner Mami - HamburgFunk verfolgt.
Aber ja ich bin wieder zurück aus der Versenkung, und dabei in bester Gesellschaft! Erykah Badu hat letzte Woche ihr neues Album veröffentlicht, das wirklich großartig ist. Es ist der erste Teil einer ganzen Reihe von geplanten Veröffentlichungen, die eigentlich schon letztes Jahr beginnen sollte. Das Album wurde zum Großteil von Sa-Ra Creative Partners produziert, mit schönen Ausnahmen durch Madlib, ?uestlove & James Poyser und Common’s Drummer Karriem Riggins. Die erste Single des Albums ist der Bonus Track „Honey“, produziert von 9th Wonder. Soweit ich es sehen konnte spielt sogar MTV das sehr gelungene Video! Der Sound des Albums ist sehr verschachtelt und auf erdige Art und Weise futuristisch. Badu überzeugt mit ihren bekannten Stärken und man wird lange seinen Spaß mit diesem Tonträger haben.
Ebenfalls wieder da sind The Roots mit einem „Blog-Banger“ einer überhaupt nicht radiotauglichen ersten Auskopplung aus dem neuen Album, das Ende April erscheinen wird. Wie auf dem Vorgänger geht es sehr düster zu, wenn man der Presse glauben darf. Und 75 Bars ist ein schönes Stück East Coast Grime, das komplett ohne Hook und nur mit Reimen, Drums und einer Tuba auskommt. Nur weil sie Noten lesen können, sind sie noch lange keine Schwiegersohn-Kandidaten....