Es ist heiß. Der Wulff könnte unserem schönen Land ruhig mal Hitzefrei geben. Als guten Einstand. Aber gut, macht er nicht, will er nicht, kann er nicht. Er ist auch ziemlich egal.
Es gibt nämlich etwas anderes schönes geschenkt, aus dem Internet. For Free, wenn schon nicht frei. Diverse hochrangige Labels aus den Staaten wie Ubiquity, Plug Research und Now Again haben sich mit weiteren Labels zusammen getan, um einen kostenlosen Sampler ins Netz zu schmeißen.
Schöne Musik von bis. Hilft bei der Hitze auf jeden Fall die Ohren zu lüften.
Unglaublich aber wahr! Ich werde am Freitag Abend das Haus verlassen!
Anlass:
TY & DJ Big Ted (London / BBE)
22:00 Uhr
15 Euro
Los geht der Abend mit einem persönlichen Lieblingskünstler von der Insel. TY wird mit seinem DJ das neue Album "Special Kind of Fool" vorstellen, das schon ein paar Wochen in konstanter Rotation das Wohnzimmer und die Kopfhörer verschönert. Meine Tanzschuhe sind zwar angestaubt, aber TY wird die guten Treter schon vom Staub befreien können.
TY hat sich vor Jahren im Molotov, damals mit kompletter Band, ein sehr treues Publikum in Hamburg erspielt. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei Publikum und Künstler.
Im Anschluss gibt es gemischte Platten von Assoto Sounds Connaisseurs und DJ Masterquest (Kostenpunkt 9 Euro).
Da kann man tatsächlich mal vor die Tür gehen!
Ich habe gerade die traurige Nachricht erhalten, dass G.U.R.U. - einer der legendärsten MCs der 90er - gestern an seinem Krebsleiden gestorben ist. Für mich wird Guru für immer mit DJ Premier verbunden sein, denn Gangstarr hatte eine sehr sehr große Mitschuld an meiner HipHop-Leidenschaft. Technisch war Guru vielleicht in den späten 90ern nicht mehr auf dem neusten Stand, aber in Kombination mit Premier Beats gab es eigentlich kaum etwas besseres.
Ich kann mich noch immer sehr gut an das Konzert von Gangstarr in der Markthalle erinnern, das eines der ersten Konzerte war auf denen ich war.
Leider haben sich die Wege von Guru und Premier in den letzten 7 Jahren getrennt und Guru hat nur noch mit "Superproducer Solar" gearbeitet, was vermutlich auch zu einem sehr merkwürdigen Abschiedsbrief führte, den Solar veröffentlicht hat. Es ist traurig, dass die beiden ehemaligen Freunde scheinbar nicht mehr zusammengefunden haben, solange dafür noch die Zeit war. Aber ich will hier mal nicht in schmutziger Wäsche rumwühlen, sondern einfach meinen Respekt an eine wahre Legende zollen, die seit gestern leider nicht mehr unter uns weilt.
UPDATE: Mittlerweile gibt es auch ein Statement von DJ Premier:
IT WAS A SAD DAY FOR ME TO GET CONFIRMATION ON THE DEATH OF A MAN WHO I WILL CONTINUE TO CALL MY BROTHER, KEITH ELAM, BETTER KNOWN AS GURU OF THE LEGENDARY GANG STARR.
FROM 1988-2004, WE EXPERIENCED SO MUCH SUCCESS TOGETHER THAT WE WERE ABLE TO EXPAND OUR BUSINESSES INDEPENDENTLY AND GIVE EACH OTHER WHAT GURU CALLED "CREATIVE SPACE", BEFORE PLANNING TO REUNITE FOR OUR 7TH LP WHEN THE TIME WAS RIGHT. TRAGICALLY, WE WILL NEVER REACH THAT DAY.
I'VE BEEN ASKED TO COMMENT ON A LETTER SPEAKING ILL OF ME WHICH WAS SUPPOSEDLY WRITTEN BY GURU IN HIS DYING DAYS. ALL I WILL SAY ABOUT IT IS THAT OUR TIME TOGETHER WAS BEAUTIFUL, WE BUILT A HIP HOP LEGACY TOGETHER, AND NO ONE CAN RE-WRITE HISTORY OR TAKE AWAY MY LOVE FOR HIM. ONE THING I WOULD NEVER DO IS PLAY AROUND WITH THE TRUTH ABOUT HIS LIFE.
I WILL CELEBRATE GURU'S LIFE... I WILL HONOR HIS MEMORY... I WILL GRIEVE WITH THE ELAM FAMILY OVER HIS UNTIMELY DEATH... I WILL REMEMBER THE GANG STARR FOUNDATION AND ALL OF THE ORIGINAL MEMBERS OF GANG STARR WHO CAME BEFORE ME - WE ALL KNOW EACH OTHER... MOSTLY, I WILL CHERISH EVERYTHING WE CREATED TOGETHER AS GANG STARR, FOREVER. I'M GONNA MISS HEARING HIS SIGNATURE MONOTONE VOICE WHEN HE WALKS IN THE ROOM, BUT THE SONGS WILL ALWAYS BRING IT BACK TO ME... HIS RHYME FLOWS WERE INSANE, AND I WILL NEVER REMOVE HIM FROM MY HEART AND SOUL... REST IN PEACE TO THE MAN WHO FELT "SATISFACTION FROM THE STREET CROWD REACTION" ... I LOVE YOU GOO... DJ PREMIER
Und bei Okayplayer findet man neben einem Brief der angehörigen von Guru und dem Premier Statement ein paar Live-Mitschnitte von Guru bzw. Gang Starr (unter anderem feat. The Roots)
R.I.P. Guru
The King of monotone!
Via: @pixelkoenig und Mixery Raw Deluxe
Es geht um unsere Stadt. Es geht um Marketing, Worthülsen und herzlose Interessenvertretung, die nur die Farbe des Geldes, aber nicht die Farbe der Liebe kennt:
http://www.buback.de/nion
Es geht um dieses Gefühl, das seit kurzem wieder durch Hamburg pulsiert. Es geht darum, dass Hamburg keine Marke ist, sondern ein Lebensraum für viele unterschiedliche Menschen und dementsprechend sollten die Räume und Möglichkeiten in dieser Stadt auch vielen unterschiedlichen Menschen zugänglich gemacht werden. Wir Hamburger haben vermutlich viel mehr von diesem wunderbar heruntergekommenen und lebendigen Gängeviertel, als von einem Neubau mit Büro und Eigentumswohnungen und was auch immer. Die wenigsten Hamburger dürften von dem geplanten BQN profitieren. Kaum einer braucht einen dritten Ikea in Hamburg (Ich bin Ikea Kunde und mit zwei Filialen sehr glücklich!). Diese Stadt braucht Freiräume. Freiräume die nicht von nur einer Agentur im Namen der "Marke Hamburg" verwaltet werden.
Als die Meldung über die Verödung der Sternbrücke durchs Netz ging ist mir eine Sache aufgefallen:
In Hamburg sterben zu wenig Clubs...
Es sollten monatlich neue Clubs, temporäre Veranstaltungsräume kommen und gehen, neben einer festen und beständigen Clubszene, die Platz und Raum für die neuen Beatles bietet, anstatt von einem lächerlichen Beatlesplatz in die Museumsecke gedrängt zu werden.
Wir brauchen hier Leben und nicht noch mehr Glas und Beton. Wir brauchen weniger Marketing und mehr Raum! Mehr Raum für junge und alte Kreative die großartiges Entwickeln oder zumindest großartig scheitern können. Wir brauchen Ateliers, Bühnen und eine Politik die versteht, dass Sie am besten Platz machen kann - und nicht mitmachen!
(Herr von und zu Gutenberg ist ein beschissener DJ, der sich gefälligst lieber darum bemühen sollte die Übergänge von Diktatur zur Demokratie sinnvoll anzustoßen. Und unser Ole ist die Definition von unfunky. Schäuble ist vergesslich und Guido so zickig wie Victoria Beckham, die dafür aber besser Englisch spricht... USW.)
Deswegen sollten möglichst viele Menschen, die kreative Freiräume, kleine Labels und junge Kunst unterstützenswert finden, diesen offenen Brief, von einer Gruppe bestehend aus Mitgliedern des Schwabinggrad Ballett und Buback Tonträger ( aus Diskussionszusammenhängen entstanden) unterschreiben!
Die kleine Netzwelt streitet sich gerade über die neue Kampagne der Telekommunikationsfirma Vodafone. Jeder Mensch mit einem angeschlossenen Fernseher dürfte mittlerweile den Spot gesehen haben, in dem angeblich im Internet prominente Menschen einen alten David Bowie Song singen/sprechen/summen/vergewaltigen. Ich habe nur Sascha Lobo erkannt und bin der Meinung den Tennis-Spieler aus dem Büro zu kennen - nicht aus dem Netz. Die Frau, die mit dem Baby im Werbespot rumliegt, hat mittlerweile dem Bloggen und dem „Web 2.0“ abgeschworen, da Sie sich nicht weiter beleidigen/kritisieren lassen will. Damit hat die Kampagne zumindest schon mal bei einem Menschen den Effekt bewirkt, den ich mit Vodafone verbinde. Vodafone hat mir das telefonieren abgewöhnt. Vodafone ist die Firma, mit der ich die schlechtesten Erfahrungen in meinem Leben als „Kunde“ gemacht habe. Ich kann für mich persönlich aus eigener Erfahrung sagen: Vodafone ist scheiße. Ich würde eher kostenlos an medizinischen Labortests teilnehmen, als jemals wieder einen Vodafone-Vertrag zu unterschreiben.
Es ist alles schon ein paar Jahre her. Mein Vater schenkte mir mein erstes Handy mit Vodafone Vertrag. Ich begann gerade mich in der Hamburger Musikszene herumzutreiben und baute mir eine beachtliche Sammlung an Telefonnummern auf (mehr Musiker - weniger Frauen) und nutzte diese Nummern auch mit vollkommener Begeisterung. Ich war der fleischgewordene feuchte Traum der Vodafone Manager. Ich hatte mit Handyrechnungen, die monatlich locker jenseits der 100 Euro lagen, auch irgendeinen „Silber-Status“. Vodafone hat an mir mindestens die Kosten einer Ausstrahlung dieses schrecklichen Spots umgesetzt.
Das Ende begann mit einem Anruf eines Vodafone Telefonvertrieblers, der mir irgendein weiteres Vodafone Angebot aufschwatzen wollte. Ich hatte kein Interesse, hatte aber zugestimmt, dass mir dieser Hundesohn die Unterlagen einfach mal zuschicken sollte. Ich könnte es mir dann ja immer noch überlegen... Am Ende war es angeblich ein Vertragsabschluss etc... Der Vodafone Kundenservice war nicht bereit irgendwas rückgängig zu machen oder zu erstatten. Also habe ich schnellst möglich jegliche Vodafoneverträge gekündigt. Daraufhin hat mich eine andere Abteilung des Kundenservice genervt, ob ich es mir nicht doch anders überlegen wolle... Handy geschenkt bekommen blabla...
Jetzt kam aber erst das Meisterstück der grandiosen Firma. Ich habe mich bemüht meine Handynummer zum nächsten Anbieter mitzunehmen, da unzählige Leute die Nummer ja kennen und lieben gelernt haben. Was macht Vodafone mit dem Papierkram? Meine geliebte Nummer schnellst möglich an ein armes Mädel irgendwo in Deutschland vergeben. Noch Jahre später höre ich, dass Menschen mit der Dame gesprochen haben, und Sie dank zahlreicher Gespräche ungefähr auch wisse, wer ich bin und was ich so mache. Leider ist Sie nie ans Telefon gegangen, wenn ich mal versucht habe sie zu erreichen, um mich für Vodafone zu entschuldigen und Ihr zu raten, so schnell wie möglich zu kündigen.
Und dann gibt es da noch die Geschichte von einer Vodafone-Vertreter-Weihnachtsfeier, die ich nicht erzählen darf, die aber meine Abneigung auf ewig manifestiert hat. Ich weiß sehr gut, warum ich den Konzern nur noch Vodafuck nenne.
Full Crate - She Was Fly (Ft. Mar) from Full Crate on Vimeo.
Ach wie nice. Mitte April und schon gedanklich im Sommer. Nach den vorsommerlichen und erholsamen Ostertagen und dem unverschämt guten Wetter wird es dann aber auch mal wieder Zeit für einen Abend mit gescheiter Musik. Da trifft es sich gut, dass diese Woche etwas kürzer ist als üblich und wir für den jetzt kommenden Freitag auch schon einen Tip für Euch haben. Im Kukuun wird es nämlich dub & derb zugehen, erst mit Live Musik und dann von den Plattenspielern.
Mit dabei sein im Kukuun wird auch das Live-Projekt PILOTFILM. Die Jungs werden mal wieder die Instrumente in die Hand nehmen und für eine Hand voll MCs Live Beats schrauben. Im Rahmen der Players Live Veranstaltungsreihe haben sich die verehrten Herren Musiker ein gewieftes Line-Up mit Bläsern und DJs zusammengebaut. Mit dabei sind an diesem Abend die MCs RawBird (I-Fire), Jim Pansen & Mo, J.Y.A.K und Funky Flo, denen die Instrumentalisten einen inspirativen Klangteppich knüpfen wollen um mit Ihnen auf die musikalische Reise zu gehen. Mehr zu der Veranstaltung in unserer Termin-Rubrik.
Als kleinen Vorgeschmack hat sich 1/3 von Pilotfilm auf Balkony TV ein paar ihrer handlicheren Instrumente in die Hand genommen und mit RawBird Dabadubade erklingen lassen.
Wer mehr von Pilotfilm hören möchte wird sich außerdem freuen, dass die Jungs Ende letzten Jahres ihre LP 'Built from Sessions' fertiggestellt haben, die es auf ihrer Seite käuflich zu erwerben gibt. Das Ganze ist eine äußerst erdige Angelegenheit und verdient das Hamburgfunk Gütesiegel. Alles mit Live-Instrumenten eingespielt, selbst produziert und herausgebracht mit einem abgerundeten Design und gesiebdrucktem Merch. Gäste auf dem Album sind unter anderem Flowin Immo (Les Freaks), RawBird (I-Fire), Ono (Data MC), Ryo (Ryoma), J.Y.A.K. Auf Ihrem Blog finden sich weitere Infos und Fotos.
Blog und Shop unter:
Musik unter:
www.myspace.com/pilotfilm
| Di, 10. Aug. 20 Uhr |
Fashawn & Exile @ Gruener Jaeger |
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