30.11.04

Edgar, Addie und Ida

Das rechts ist Edgar. Er hat sich den Bart seit dem letzten ordentlichen Update wachsen lassen. Aus Protest, ne. Und zu allem Übel hat er schon angekündigt, demnächst mit anderen Musikplattformen "down" zu sein, wenn auch noch die Terminupdates eingestellt werden. Da können wir ihn beruhigen - soweit wird es nicht kommen. Die Bartstutzung allerdings könnte noch ein Weilchen dauern. Wie heisst es so schön: "Auch dem guten Fischer entschlüpft der Aal." Und wir reden hier von einer Menge Aal:
Die Herren von der Führungsetage hecken alle gediegene Tanzlustbarkeiten für die Zukunft aus und sind alle schrecklich busy zur Zeit.
Muss Edgar warten - der alte Chiller.


Auch Addie und Ida hier sind schon ganz fuchsig. Ihre Hypemänner sind zur Arbeit und ohne frische Nachrichten können sie in der Stadt bei den anderen Partychicks nicht mehr mitreden - poor thang!
Sie machen sich aber speziell Sorgen um ihren "Man", wie sie ihn verschmitzt nennen, die Plattform-Koryphäe "Jazzket". Auch sie können wir besänftigen, er ist wohlauf und plustert sich hinter den Kulissen schon mal auf. Er wird sich bald anschicken, wieder von sich hören zu lassen. Fett, nicht wahr? Als wir den beiden Basen dieses unterbreiteten, fanden sie das ganz konkret anheimelnd und überdachten noch einmal Ihre Schicklichkeitserwägungen über einem Glas Küstennebel.


"Butterbrot schützt die Herde, Fleisch und Brot fahren Dünger aus."

Posted by Tortellini at 02:07 | Comments (1190)

26.11.04

Rebhuhn / Bogen

Es heißt, dass der alte Jazzket gern mit seinem zahmen Rebhuhn spielte. Nun kam eines Tages ein Jäger zu ihm. Verwundert sah er, dass ein so angesehener Mann wie Jazzket einfach spielte. Konnte der Plattformchef seine Zeit nicht mit viel Wichtigerem als mit einem Rebhuhn verbringen? So frage er ihn: "Warum vertust du deine Zeit mit Spielen? Warum wendest du deine Aufmerksamkeit einem nutzlosen Tier zu?"

Verwundert blickte Jazzle auf. Er konnte gar nicht verstehen, warum er nicht mit dem Rebhuhn spielen sollte. Und so sprach er: "Weshalb ist der Bogen in deiner Hand nicht gespannt?"

Der Jäger antwortete: "Das darf nicht sein. Ein Bogen verliert seine Spannkraft, wenn er immer gespannt wäre. Er hätte dann, wenn ich einen Pfeil abschießen wollte, keine Kraft mehr. Und so würde ich natürlich das anvisierte Ziel nicht treffen können."

Jazzket sagte daraufhin: "Siehst du, so wie du deinen Bogen immer wieder entspannst, so müssen wir alle uns immer wieder entspannen und erholen. Wenn ich mich nicht entspannen würde, indem ich z.B. einfach ein wenig mit diesem - scheinbar so nutzlosen - Tier spiele, dann hätte ich bald keine Kraft mehr, all das zu tun, was für HamburgFunk notwendig ist.
Nur so kann ich meine Ziele erreichen und das tun, was wirklich wichtig ist."

Posted by Tortellini at 00:42 | Comments (342)

18.11.04

Frisch gepresstes

SO SCHNELL JETZT HIERVorweg... kann es sein, dass die Mailbox-Ansagenfrau von Vodafone O2 heute besoffen ist? Ich habe gerade versucht jemanden zu erreichen und mir lallt eine devot demente Frauenstimme entgegen, dass es im Augenblick eher uncool sei, so mit dem Gesprächspartner.

Nun denn, machen wir etwas Tempo, Yana hat natürlich Recht und Maceo Parker ist der absolute Tip. Auch genial wird werden, dass Konzert der Gruppe De La Soul. Da haben wir aber noch ein feistes Special für euch.

Ich bin leider gestern Abend kurzerhand etwas befördert worden und darf 2 Wochen durcharbeiten. Ziemlich halb geile Sache, weil ich einiges Funk-relevante etwas schleifen lassen muss.

Für ganz derbe Leute gibt es heute Abend Pilotfilm auf Kampnagel. Oder aber ein Fingerprint Special für anders ausgebuffte. Am Freitag wird es dann grenzenlos derbe in der Weltbühne mit Stoecker Stereo und DJ Reedo aus der Schweiz.

So jetzt muss hier noch ein Witz mit lang, bevor ich weiter mit Schauspieler / Schwerstbehinderten Betreuung fortfahre...
Also... man lasse mich überlegen...
Was haben Gerhard Schröder und ein Frosch gemeinsam?
Richtig, beide haben nix in der Microwelle zu suchen.

Wir sind einfach verpflichtet solche Dinger zu bringen, da wir überall als satirisches Magazin zum Thema Musik & Politik geführt werden. Checkt mal Google! Google verpflichtet.

Posted by Jazzket at 15:44 | Comments (1)

Wo...?

... spielt die (Blas)Musik???
... bringen Frauen beim Einsteigen in den Bus selbigen zum wackeln?
... werdet ihr euch fragen!

Ich auch!
Servus

Sonbert

Posted by $onido at 13:07 | Comments (1082)

15.11.04

oohhh baby i like it raw...

ODBUnd fort isser. Die HipHop-Gemeinschaft trauert um einen weiteren extraordinären Charakter. ODB, einer der schrägsten Vögel der letzten 20 Jahre Weltgeschichte ist nach nur 35 Jahren bewegten Lebens einfach umgekippt. Zwei Tage vor seinem 36 Geburtstag. Was uns bleibt ist ein einmaliger Partyklassiker und ein reicher Schatz an unfassbaren Zitaten des Herren. "Crack ain't for children - Wu-Tang is" - JazzMcDirt

Kennt ihr das auch?

Euer Gegenüber stinkt und nennt euch Stefan?
Und dabei könnt ihr es nicht mal riechen, geschweige denn ausstehen?

Oder so Menschen?

Menschen die so langsam sprechen, dass man ein innerdeutsches Jetlag erleidet? Und das Jetlag ist noch prickelnd - ganz im Gegenteil zum Humor des Menschen? Und durch die lahmende Sprache hat man mehr vom Humor, aber nur zeitlich gesehen ?

Oder so Gespräche?

Man führt eines, und irgendwie hätte man mit der Luft auch einfach mal den Kopf 2 Minuten ins Klo hängen können. NICHT den eigenen Kopf - sondern den gegnerischen, denn vielleicht wäre dann sogar was hängen geblieben.

Oder so Augenblicke?

Du brauchst deine Ruhe, wirst aber so lange vollgeseiert, dass du unweigerlich dein Telefonbuch durchsuchst ob dir nicht irgendjemand Crack besorgern könnte - Oder ein Schild mit der Aufschrift 'Crack bitte in der Freizeit rauchen - nicht im Büro!'

Und so Veränderungen?

Statt 'Hallo' sagt man nur noch 'NEIN!'? UND nach jedem dritten Herzschlag ist ein 'NEIN' angebracht, denn dein Gegenüber sagt ständig 'Hallo'?

Oder so Fragen?

"Wie kann mein Gegenüber sich die Schuhe zu binden?" Dann fällt dir wieder auf, dass es riecht, und du begreifst, dass die Schuhe immer anbleiben, weil es sie selber nicht bedienen kann...zumindest SEINEN Fragen nach zu urteilen.

Kennt irgendjemand diese 2 Links?
Koushik Jazzmix
oder
Stonesthrow.com - Bootleg Alert:
MADLIB - LIVE AT CHOCOLATE CITY CD
This is a bootleg mix CD made from online audio downloaded at KCRW.com. Madlib does not profit from this CD and did not authorize it. If you would like to download the full 60 min. mix and make your own CD, be our guests:
MADLIB-LIVE AT CHOCOLATE CITY MP3

Posted by Jazzket at 23:59 | Comments (880)

11.11.04

Acid Jazz

Acid ArtBei diesem schönen Herbstwetter fühlt sich der Jazz manchmal als wäre er auf Acid. Acid Jazz sozusagen. Es ist schon flashig was für Gestalten die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Da gibt es in der U3 schon mal einen kompletten Wagon nur mit Techno/Dorf-Skinheads auf dem Weg zum Dom, die sich alle schon um 17 Uhr einen angesoffen haben. Super Lecker da einfach mal dazu zu steigen. Riecht gut, sieht geil aus und spricht auch stylisch. Kann man sich 'auf jeden' ein paar Sachen abschauen, mit denen man dann bei den Damen des Dorfes korrekt Punkten kann.
Acid gibt es sonst vielleicht noch in etwas besser dossierter Form am Freitag im Mandarin Kasino, wenn sich Eddie Piller und Dan D. mit jeweils nur einem Plattenspieler battlen. Das Ergebnis dürften zwei furiose Sets sein, die bis zur Obergrenze der Dopeness mit obskuren und raren Klassikern der Vergangenheit glänzen. Mehr dazu bei den Terminen.
Mehr gibt es auch zum Thema Reviews! Mittlerweile haben wir uns auf 2 1/2 Seiten mit der neuen Mos Def Platte zusammen gesetzt und eine nerdige Review erhalten. In den nächsten Tagen folgt dann noch Wale Oyejide, der den Afro Beat ins Jahr 2004 verschleppt.
Ich würde übrigens den Scooter als Nachfolger von Jassir Arafat vorschlagen. Ist vielleicht bei den betroffenen keine populäre Entscheidung, aber würde wirklich was bewegen. Um den endlich los zu werden, würden sich selbst die Orthodoxen Juden mit den Fundamentalisten auf der anderen Seite zusammen setzen. Frieden durch Abneigung.
Und Angela Merkel muss einfach Bundeskanzlerin werden. Ihr Gesicht passt so gut zum Verfall des Landes. Und wenn die noch gegenwärtiger wäre, würden sich vielleicht sogar die Neo-Nazis verpissen. Ne ganze Menge anderer Leute vermutlich auch, aber dann hamma endlich wieder Platz.
Und Bayreuth scheint ja zu rocken, wie Rentner beim Musikanten Stadl

Posted by Jazzket at 14:48 | Comments (1074)

10.11.04

Studentenleben 4 Life

Gegendarstellung: Jazzket hatte im letzten Jahr hier auf HamburgFunk.de seine Sichtweise zum Studentenleben dargestellt. Seine von Beginn zu subjektive, übertrieben vorurteilgespickte Meinung führte wohl bei einigen Lesern zu ekelerregenden und kotzreizerreichenden Gefühlsregungen!

Aber so schlimm ist studieren gar nicht! Wer kann von sich behaupten, dass er fast alle Sendungen von “MTV Road Rules South America” gesehen hat? Ein Schüler bestimmt nicht! Ein “normaler” Arbeitnehmer bestimmt auch nicht... Die stehen auch nicht gegen 11 auf um sich dann langsam auf 3 Vorlesungen im Verlaufe eines Tages vorzubereiten! Haben auch nicht die schöne Angewohnheit sich grundsätzlich unter der Woche schon voll laufen zu lassen. Was gibt’s schöneres als Abi-Parties für Studenten? Jazzket wäre hier in Bayreuth Partyking! Der Mann würde Millionen machen, der Michael Ammer Frankens sein! Wenn das mal kein Ansporn ist!

Und was hat ein Kleinstadtleben nicht für Vorteile! Ich komme zu Fuss von einem Stadtende zum anderen! Ich kann voll durch die komplette Stadt fahren und mein Fahrrad bringt mich trotzdem irgendwann nach Hause, verfahren ausgeschlossen! Man trifft immer nette Leute... Manchmal auch den guten Yves Döll. Der ist Oberst der Reserve und dazu Jura-Assistent. Und nimmt sich ernst! Leider steht er damit ziemlich allein! Aber Wehe man hat das Handy in der Vorlesung von Yves Döll an!!! Dann rappelt’s im Karton! Der gute Yves nämlich macht sich seine Regeln selbst! Als Jura-Assistent ist er dazu auch durchaus in der Lage! Und Handys werden nun mal beim mehrmaligen Benutzen in der Vorlesung, genauso wie leider auch der Benutzer, von ihm ausgeschaltet. Da bekommt der nette asiatische Student einen Anruf in der Vorlesung, und verlässt um die anderen nicht zu stören den Hörsaal! Aber nicht mit Yves! “HALT!!! STEHEN BLEIBEN”... Tat er leider nicht. “Was glaubt der wo er hier ist...?” Und ich dachte ich wäre nur im Freistaat Bayern und nicht in Sachsen!

Auch nett ist es, wenn man sich mit Leuten trifft, die man kennt, aber die einfach mal die schauspielerische Seite rausholen und 5 Minuten überlegen, oder das zumindest Hollywoodreif darstellen, woher man sich denn kenne... Das Studentenleben ist halt einfach ehrlich! Alle sind freundlich! Alle lachen den ganzen Tag! Vielleicht auch weil das Essen in der Mensa einfach gar nicht schlecht für seinen Spottpreis ist... Aber es ist halt auch ein echter Spottpreis...

Spottpreise ebenfalls beim Bier: 2€ fürn halben Liter inner Kneipe is fair! Wo kann ich mich mitkam 10er umhauen und habe trotzdem nicht unterm Tisch nachgefüllt oder bin alle halbe Stunde an die Tanke gerannt? Gerade als HüpfHüpf-Musikanhänger mit den typischen Szeneklamotten kann ich mich hier einfach ma besser geben als ich bin!!! Und was will man denn mehr? Eigentlich doch nicht viel! Denn bei den ganzen Standard BWLern hab sogar ich hier Chancen mal n nettes Mädchen kennenzulernen!

Und da soll noch ma jemand was gegen das Studentenleben sagen! Oder wie ich heute noch zu Kalle P aus H sagte: Aint no disrespect!

In diesem Sinne: BayreuthFunk & Stundentenleben 4 Life

Servus
$onido

Posted by $onido at 16:01 | Comments (1)

09.11.04

Liebe Welt,

Rettet die WahlenDie Verwunderung liegt in der Luft. Ich kann mich von der Hoffnung nicht lösen, dass am 11.11. in Köln auf der Karnevalsbühne endlich gesagt wird, die Wahl in den USA sei nur ein großartig inszenierter Streich gewesen. Denn irgendwie ist das Ergebnis ja wider der Vernunft. Und wenn es die Kölner Jecken nicht waren, dann vielleicht die Amerikaner selber, die nur noch kurz auf den 1. April warten um zu sagen, dass es alles nur son kleiner Spaß war. Und Spaß muss ja sein.

Und angenommen es handelt sich bei der Wahl in den USA um keinen Spaß. Wäre dann nicht die Revolution unumgänglich? Wo sind die Leute auf den Straßen. Aufgebrachte Studenten, die es ernst meinen - also nackt sind. Nacktheit ist ohnehin für eine ernsthafte Demonstration wichtig. Die islamischen Fundamentalisten zünden sich an, westliche Demonstranten ziehen sich aus. Immer wenn eine Demo an mir vorbei zieht, checke ich nur kurz ob da ein paar Nackte bei sind, um zu sehen ob es ernst ist, mit der Demo. Vermutlich scheitert die heutige Protestkultur an ganz simplen dingen. Wie soll man auch demonstrieren, wenn man keine Protest-Lieder mehr hat? Was wäre das heutige 'We Shall Overcome'? 'Come on over' - von Christina Aguilera feat. Fred Durst? Come on... So ein Protestsong muss schon wirklich populär sein. Da bleibt eigentlich nur das neue Jamba Monatsabo. 200 000 Menschen im Sternmarsch auf den Bundestag in Berlin imitieren 'bekloppte Frösche' oder 'russische Orgamsen', und Scooter spielt auf der Kundgebung... Klingt derbe scheiße. Bei heutigen Protestzügen müssten die Sanitäter nicht etwa Opfer der Staatsgewalt versorgen, sondern Hörsturzpatienten. Vermutlich haben die Mächtigen mit Absicht unsere Musikkultur so ausgedünnt, dass wir protestunfähig sind. Denn jede erfolgreiche Bürger- oder Studenten-Revolte hatte einen geilen Soundtrack. Und wir haben nur Scheiße in den Ohren, also folglich auch in den Köpfen.

Und wie früh das mit der Scheiße in den Köpfen anfängt - Respekt! - wenigsten eine Sache geht schnell in diesem Land. Wenn auch nur der Verfall.
Auf der Jagd nach Nahrung fabuliere ich durch den Supermarkt, in meiner unverkennbaren E-Borough Hoodregulator Art, da huschen zwei Kinder zwischen zwei Regalen hervor. 7 und 5 Jahre jung, sammeln die beiden Geschwisterchen Unterschriften (für oder gegen Waale - man weiß es nicht). Die Beiden haben eine kleine Kompetition am laufen. Schwesterchen 7 Jahre jung, triumphiert ihrem Brüderchen entgegen:"Ich habe schon 7 Unterschriften!" Brüderchen darauf:"Fack!"
JawollJa! Denke ich mir, man kann überhaupt nicht früh genug mit dem Denglisch anfangen. Problematisch nur, dass ich Kinderblicke jetzt vollkommen anders wahrnehme. Denn etwas später am gleichen Tag streift eine Kindergarten Gruppe (vermutlich auf der Suche nach billigen Drogen und schnellem Sex) an mir vorbei. Und Kinder glotzen mich immer an, weil ich halt etwas größer geraten bin. Nur lese ich mittlerweile in ihren Blicken eher so Sätze wie: "Holla back Bitch!" oder "Shut the *uck up - this is my hood" oder "N!gg* please!". Und so war ich kurz davor die Kindergärtnerin anzuschreien "Ey yo Byatch, stop that bull, me don't gon' play a'round deez parts offa hood - move!" - Hab ich aber dann doch nicht gemacht. Ich will ja nicht verhaftet werden, bevor ich den Eddie Piller vs. Dan D. Battle am Freitag im Mandarin 'gewittnessed' hab.


Posted by Jazzket at 12:18 | Comments (2)

08.11.04

Die Geschichte mit dem Hund

Das links ist der König aus der GeschichteEin großer König baute sich einmal einen Palast. Die Wände des Palastes waren mit Spiegeln bedeckt, mit Tausenden von Spiegeln. Es war ein herrliches Erlebnis, diesen Palast zu betreten. Man konnte seine eigene Gestalt in tausendfacher Vervielfältigung ringsherum erkennen - tausendmal Du selbst, wohin Du blickst! Zünde eine Kerze an - Tausende von Flammen... Eine kleine Flamme und Tausende von Spiegeln warfen ihr Licht zurück - der ganze Palast wurde davon erhellt, von einer einzigen Kerzenflamme!

Eines Nachts kam durch Zufall ein Hund in den Palast. Er sah sich um. Er erschrak sich zu Tode: Tausende von Hunden! Er erschrak sich so sehr, dass er die Tür, durch die er hereingekommen war, völlig vergaß. Er war umzingelt von Tausenden von Hunden - der Tod war ihm sicher. Er fing zu bellen an. Tausende von Hunden bellten zurück. Er knurrte aggressiv. Tausende von Hunden knurrten zurück. Vor Panik rannte er gegen die Wände. Am Morgen fand man ihn tot auf. Und es war niemand da, nur der tote Hund selbst.

Posted by Tortellini at 01:00 | Comments (317)

02.11.04

Herre

Max HerreDer defekte Bürostuhl unter meiner fleischgewordenen Geduld hat so reingarnichts mit dem gestrigen Konzert zu tun. Das war ein wirklich schöner Abend. Max Herre ist live wirklich überzeugend, und wenn dann noch die furiose Stimme von Sedoussa die Backgroundsängerin gibt, dann hat man schon einiges an Soulpower auf der Bühne. 2 Zugaben, gefülltes Haus und ein sehr charismatischer Entertainer sind halt einfach eine runde Sache. Max Herre hätte vielleicht noch etwas mehr Interaktion mit dem Publikum suchen können, dann wäre das Dach auch endgültig abmontiert worden, aber man muss ja auch was fürs nächste Konzert in Hamburg aufheben.

Besonders belustigend, bis hin zu mitleideregend, war ein Rhythmus-Legastheniker sonder gleichen direkt zu meiner Linken. Also ich unterstelle ihm jetzt einfach mal, dass er kein Gefühl für den Takt hatte, vielleicht war er aber auch so 'rhythmically-advanced' - dass ich einfach nicht alle Ghostnotes ahnen konnte, die er so derbe gediggt hat. Man muss ihm zumindest lassen, dass er die richtige Anzahl an 'Claps' gemeistert hat, halt nur nicht an der richtigen Stelle. Es ist durchaus denkbar, dass der Gute, an schlechten Tagen 5 mal pro Snare-Schlag klatscht.
Ich habe durch ein paar 'Clap-Kunststückchen' und extrovertiert lautes Klatschen bei dem Herren dann einfach mal zu schweigsamen Händen geführt. Entweder weil ich 'doper' war als er, oder weil ich einfach so um Welten schlechter war, dass er sich der Schande nicht aussetzen wollte, neben mir zu klatschen.
Whatever (Zitat Jay-z auf die Anmerkung, dass R.Kelly sich im Krankenhaus befinden würde)
Beim Anblick des Publikums drängte sich mir dann die Frage auf, ob auch die heute so stilsicher wirkende Mode in 10 Jahren komplett lächerlich aussehen wird. Jeans, Sacko und T-Shirt sind drei modische Elemente die schon seit den ersten Radiowellen irgendwie zeitlos waren. Aber wirkte Flavor Flav Anfang der 90er nicht auch irgendwie 'normal' ? Oder wird es eine Gestalt bei RTL2 geben, die einfach beschließt, dass der Jeans Sacko Style jetzt so übertrieben werden muss, bis es lächerlich wird. Also Beispielsweise eine Hose aus Sacko-Stoff im Jeansschnitt, flankiert von einem Sacko aus Jeansstoff, getragen mit einem Sneaker auf dem Kopf und Trucker-Caps an den Füßen. Dazu noch einen billigen/feschen 'DanceBeat' und wenn dann oben das RTL2 Logo eingeblendet wird, würde das Ganze schon wieder Sinn machen.

Posted by Jazzket at 13:08 | Comments (1037)

01.11.04

Reef for President

Lecker Crack für KiddiesSondermeldung
Heute sind Nikita Mann und Mono bei den Downtown Rockers im Waagenbau!!

Die Wahlen stehen ins Haus, und da sollte man als demagogisches Medium unbedingt eine parteiliche Wahlempfehlung vom Stapel lassen. Meine Wahl fällt auf Reeford W. Liquid Jr. Seine Selektionen als Assoto DJ (also im soulfunkybeats-mode) sind wirklich delikat. Phife Dawg - Mesc. (Hi-Tek Remix) und so Sachen die wirklich lecker sind. Und soviel nur zu seiner DJ-Tätigkeit.
Aber was ihn wirklich zum Kriegshelden gemacht hat, war seine selbstlose Mitarbeit am Positunes Abend. Bei uns hatte sich einiges überstürzt und so mangelte es an Kräften - als plötzlich Reef vom DJ-Pult herab stieg um für 20-30 Minuten die Kasse zu machen!
Damit hat sich der gute im Rennen um die Präsidentschaft ganz weit nach vorne gespielt! Dank an dieser Stelle auch an Don "Oscar" Daniel, der mir den restlichen Arsch gerettet hat.
All die Künstler auf der Bühne haben gerockt wie eh und je.

Ist man eigentlich 'Kinderlieb' wenn man auf "Süßes oder Saures!" mit den Worten "Maul halten oder Schläge" antwortet? Die kleinen Rabauken haben schon ganz schön gewütet bei mir in der 'Hood'. An fast allen Fenstern stand: Heeloween. Der Vandalismus zählt, nicht die Orthographie. Warum sollten die kleinen auch schreiben lernen? Bei der Arbeitsmarktlage ist es nur vernünftig gleich das Brandschatzen zu trainieren, damit wären die Karstadtmitarbeiter auch viel weiter gekommen, als einfach nur die Kündigung lesen und verstehen zu können. Bildung ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Man nehme mal die Beispiele: George W. Bush, Jungle-Camp, Dieter Bohlen & Big Brother - alles Erfolgsmodelle, alles Analphabeten - und trotzdem hat Dieter sogar ein Buch heraus gebracht!

in diesem Sinne: Schockiert eure Eltern - lest Bücher!

Sondermeldung
Heute sind Nikita Mann und Mono bei den Downtown Rockers im Waagenbau!!


Posted by Jazzket at 15:53 | Comments (2)