Wir sind noch später dran, als der Schnee zu Weihnachten, aber auch wir wollen drei Tage nach der traurigen Nachricht dem einzigartigen Musiker danken, ohne den diese Welt noch immer schreckliche Schlager hören würde, anstatt grandioser Hits.
James Brown ist am 25.12. an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.
Nach einer kleinen Weihnachtlichen Verzögerung gibt es jetzt die ersten Reaktionen der Funkschaffenden DJ-Gemeinde Hamburgs. Im Andenken an einen der wichtigsten Musiker überhaupt haben mich allein heute zwei Termine erreicht, an denen dem Soulbrother No.1 gedacht wird.
Das Gedenken an diesen Herren kann allerdings nur auf der Tanzfläche stattfinden, denn genau da wäre James Brown morgen und noch die nächsten 20 Jahre, hätte sein Herz nicht aufgehört zu schlagen.
Als ich die Nachricht von seinem Tode bekam, musste ich sofort an die Tanzflächen denken, auf denen ich zu James Brown Musik unterwegs war. Ich bin gar nicht so traurig oder erschüttert von der Nachricht gewesen, wie man es eigentlich vermuten würde, sondern zutiefst erfreut von all den Songs die James Brown so unvergesslich machen.
Ich denke James hat seine Geschichte erzählt und so unzählig viele Menschen bewegt und wach gerüttelt, dass er nicht unerfüllt von uns gegangen ist. Wenn er nicht gewesen wäre, dann hätten wir so einige Geschichten nie gehört. Sei es die Geschichte der fantastischen JB's Musiker wie Fred Wesley, Maceo Parker, Clyde Stubblefield und Bootsy Collins, oder die Geschichten der Sterne die neben James so hell gefunkelt haben, wie Bobby Byrd, Marva Whitney und Lyn Collins. Und wir würden heute nicht die Geschichten von Public Enemy, Ice Cube oder The Roots kennen. The Godfather hat den Stein ins Rollen gebracht und auch nach seinem Tod hört es nicht auf, er hat zu viel Energie in dieses neue Ding gepumpt was wir heute Funk nennen, als dass es jemals aufhören würde.
In all den guten und den schlechten Tagen gab es nie jemanden der James Brown das Wasser reichen konnte. Er hat so viel Talent um sich versammelt, dass eine Kettenreaktion wie bei einer Kernfusion entstanden ist, die noch in Jahrzehnten die Tanzflächen in aller Welt aufheizen wird, bis der Schweiß von der Decke tropft.
Danke James!
Wir werden dich nicht vergessen und schon gar nicht aufhören.
Now everybody please please give it up for Mr. James Brown!
Zum Beispiel am 29.12. in der Bernsteinbar, wenn Miss Leema, Machine Tim und Supergid ihre Ehre erweisen.
Oder am 05.01. im Haus III&70 mit DJ Woop und ausschließlich James Brown related Material
...ein großes und gutes und vor allem schönes Weihnachtsfest!
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Mit ganz viel innerer Einkehr und Besinnlichkeit, vielen Geschenken, familiären Verstrickungen, Bananen, Reggae, Jurte, Afrikanern, neuen Designs, Tieren, Frauen, (Klein-)Kindern, Verstand und Herzlichkeit! Also los jetzt hier |
Bevor wieder Klagen kommen, die Seite sei verwahrlost, mal schnell wieder ein Update aus den Tiefen von HamburgFunk. Wir hatten die letzte Woche einfach keine Zeit, viele Projekte, denn irgendwie muss das Geld ja reinkommen, seitdem wir beim Blutspenden wegen gestreckter Ware fürs erste gesperrt sind. Dafür klingt das nächste Jahr schon um so rosiger an. In Kürze werden wir die ersten feinen Highlights für den Januar bei den Terminen verlauten und wer schon jetzt ganz aufmerksam die Seite mit den Ausgehhinweisen durchstöbert, entdeckt unseren ganzen Stolz in Sachen Reggae: Semik ist selber in der Reggaeszene unterwegs und versorgt seit kurzen unsere Leserschaft in Sachen Off-Beat mit den frischesten Neuigkeiten des Nachthimmels. HamburgFunk hat so was wie eine Reggae Redaktion.
Ausserdem bereiten wir derzeit eine Party der ganz besonderen Sorte vor, die das Hamburger Nachtleben um einige lang vermisste Facetten bereichern soll. Ein wahres Familienfest für alle die Soul und Funk lieben und ein offenes Ohr für neue Musik haben.
Wir nennen es „Family. A Labour of Love“
Es geht um neue Musik, nicht um MTViva. Musik für die Tanzfläche, nicht für die passende Schublade. Freestyle Future Boogie Soul for the Bootyshakin’ (without the contest!)
Mehr dazu in den nächsten Tagen überall auf der Seite.
Und auch nicht verschwiegen werden sollte das Positunes Feature bei AOL. Da sollten schleunigst alle Fans für die Tunes voten! Dazu muss man sich bei der VW-Soundfoundation anmelden. Also ganz harmlos.
Nicht die Anzahl der Leute, sondern die Reaktionen machen ein Konzert zu einem Highlight oder einem netten Abend. Diese Erkenntnis gehört zu allen Facetten des Nachtlebens, bei dem es auch darum geht, dass man zwar immer einer der ersten ist, aber nie zu früh kommt. Am Freitag war der Waagenbau seiner Zeit doch etwas voraus. Bugz in The Attic war der erwartete Geheimtipp, bei dem sich die musikalische Zunft der Hansestadt traf, um auf sehr entspannt-euphorische Art eines der schönsten Konzerte des Jahres herbei zu feiern.
Die Skepsis wich schnell der Begeisterung und die Bugz Crew hatte wirklich Lust zu rocken. Auch wenn mindestens die Hälfte der originalen Bugz Mitglieder nicht auf der Bühne zu finden waren, so hatte doch alles auf dem Podest seinen rechten Platz und das Publikum jede Menge Spaß.
Und eines Tages, wenn das verschlafene Städtchen Hamburg auch auf den Trichter gekommen ist, werden Bugz in The Attic vor ausverkauftem Haus wieder eine formidable Party feiern. Aber hier dauert ja so einiges etwas länger, was im Nachtleben auch nerven kann.
Nein, nein, die Weihnachtsgans hockt noch mit all ihren Homies auf der kargen Weide und genießt das Stopfen. In Hamburg sind derzeit Festtage der ganz anderen Art. Die Engländer kommen! Und für alle Musikheads ist das besser als Tannenbaumschmücken und Großeltern. Letztes Wochenende war es TY der das Mandarin Kasino ordentlich durchgeschüttelt hat. Es war angenehm gefüllt, es hätten ruhig noch ein paar Menschen mehr sein können, aber ich muss sagen, dass es mir so lieber war, als eine ausverkaufte Location. Das fantastische war, dass die Leute getanzt haben, anstatt nur rum zu stehen und zu glotzen, als wären sie im Freiluftkino auf dem Rathausmarkt. Ausserdem konnte sich meine antrainierte Paranoia nicht entfalten und das Konzert ganz entspannt genossen werden.
Und genau so tanzbar ist auch die Bugz Show die heute Abend im Waagenbau steigen wird. Bugz in the Attic machen für mich den Funk der Gegenwart und Zukunft. Da treffen George Clinton und Fela Kuti aufeinander, nachdem beide 30 Jahre Clubkultur hinter sich haben. Man darf nicht die größte live Band aller Zeiten erwarten, aber ganz bestimmt eine der wichtigsten Crews der frischen Musik, die eigentlich durch unsere Clubs fegen sollte, wie Türsteher am Ende der Schicht.
Wer sich also über den Sound von morgen freuen möchte, sollte seine Tanzschuhe schon heute putzen, denn vermutlich wird der Nikolaus an diesem Abend im Waagenbau mächtig vorglühen.
Und da England so schön vielseitig ist, ist am nächsten Tag Omar beim Soul Heaven im Mandarin angekündigt. Aber da hört der Starrummel noch nicht auf. Der besondere Geheimtipp des Abends sind die Blaxploitation Allstars, die nur ein Mal im Jahr eine Bühne erklimmen, und mit einigen grandiosen Musikern aufwarten können.
Aber jetzt wieder zurück zu den wahren Themen... Britney hat von dem Scheidungskrieg zwischen Paul McCartney und seiner Gina Wild gelernt und vermeidet jegliche schmutzige Wäsche (Liebe Bild Zeitung ich würde so schlechte Witze auch gerne für Geld machen... meldet euch doch mal!)