Selbst der Spiegel hat einen Artikel über das äusserst merkwürdige Mos Def Album Tru3 Magic auf seiner Website veröffentlicht. Wir haben seinerzeit zwischen Weihnachten und Neujahr eine Promo Kopie bekommen, die auf den ersten Blick etwas enttäuschte. Eine gebrannte CD mit Handschrift, die zumindest keinem Künstler gehörte. Das gleiche gilt irgendwie auch für das Album, wobei die Version in den Läden eigentlich noch ärmer ist. Eine Plastikhülle mit einem Aufkleber auf dem vor illegaler Vervielfältigung gewarnt wird, ansonsten nur eine bedruckte CD. Keine Infos, keine Tracklist.
Ich habe an einigen Stellen schon gelesen, wie begeistert devote Fans über diesen Purismus sind, aber es gibt einige MP3 Alben die mehr Platz auf dem I-Pod verdient haben als Tru3 Magic, und die kostenlos zum Download angeboten werden (Chrome Children Vol 2 und Liberation zum Beispiel, oder das Black Milk Mixtape, und wahrscheinlich auch das Little Brother Mixtape, das im Februar ins Netz kommen soll). Tru3 Magic ist ein Dealbreaker wie er im Buche steht. Mos Defs letztes Album für seine alte Plattenfirma. Es klingt weitläufig uninspiriert und unvollendet. Viele ähnliche Flows, der schlechteste Mastering-Job seit es Schokolade gibt und Songs und Beats die die Welt nicht braucht. Klingt eigentlich nach einem durchschnittlichen Dirrty South Album, ist aber für Mos Def Fans eine herbe Enttäuschung, und definitiv nicht das Geld wert, was man im Laden dafür hinlegen soll. Einzelne Songs bieten echte Mos Def Qualität, aber die Skip-Taste ist wichtiger Bestandteil des Album Erlebnisses. In den USA ist das Album später als in Europa erschienen und vermutlich gleich wieder vom Markt genommen worden. Jetzt ist eine neue Version mit Booklet und lauter anderen unpuristischen Dingen, die den Kauf eines Tonträgers so richtig wert machen, angekündigt. Eigentlich ist das die schlechteste Nachricht von allen, könnte es doch bedeuten, dass Mos Def sich weiter mit einem Label beschäftigen muss, dem er so ein desolates Album in die Hände legt, dass selbst Universal Journalisten darum bittet, das Album nicht weiter zu erwähnen (und eine Woche später schreiben wir drüber...)
Aber wie konnte es überhaupt dazu kommen?
Um die Jahrtausendwende formierte sich die neue Native Tongues Bewegung um The Roots allesamt bei einem Label: MCA. Dort erschienen die Meilensteine „Things Fall Apart“ und „Like Water for Choclate“. Großer Erfolge, die den richtigen Leuten bei MCA den Rücken stärkten und so entstand das ‚Motive’ Sub-Label, das sich fortan um die Neo-Soul Bewegung und die Geschicke der erweiterten Roots Crew kümmern sollte. Doch bevor es dazu kam löste sich die Mutterfirma MCA auf und alle Acts suchten eine neue Heimat, oder wurden von Geffen geschluckt. Im Falle von The Roots bedeutete das eine Rückkehr zu dem Label, dass sie so glücklich verlassen hatten. Für Mos Def bedeutete es eine neue Heimat, die nichts mit seiner Musik anfangen konnte. Schon das letzte Album „New Danger“ war ein riesiger Kompromiss. Eigentlich wollte Mos Def ein ganzes Album mit Black Jack Johnson Material veröffentlichen. Nach langen Streitigkeiten kam dann das etwas unentschiedene „New Danger“ raus. In diesem Label Chaos ist sogar ein ganzes Jay Dee Album verlorenen gegangen. Das bereits vollendete Album bestand aus Songs auf denen Dilla über Beats diverser Produzenten rapped. Die Rede ist also nicht von Ruff Draft, das demnächst auf Stones Throw erscheint (fantastische erste Single „Wild“ übrigens), sondern von einem anderen Projekt. Aber mein Gefühl sagt mir, dass dieses Album auch bald den Laser des CD-Players erblicken wird.
Das Internet munkelt, dass Mos Def auf seinen eher seltenen Konzerten komplett anderes Material performed, als auf Tru3 Magic zu finden ist. Dieses Material soll die gewohnte Qualität haben und hält die Hoffnung auf eine Rückkehr eines der besten MCs der letzten 10 Jahre am Leben...
James Brown ist vor einem Monat von uns gegangen, und die Welle der Ehrungen geht weiter. Heute Abend kann man Mirko Machine dabei zu schauen wie er James Brown Videos schaut. Alle sind eingeladen. Ach und Mirko legt auch Platten auf! Wenigwunderlich. Start 20:00 Uhr in der Hamburger Botschaft aka Beta Lounge.
Da die Zeit gerade so knapp ist, an dieser Stelle keine weiteren tiefbohrenden Gedanken, die kommen vielleicht später. Aber wir haben noch ein kleines Video, dass ganz gut zu unseren Jungs aus Porz passt. Ich meine Porz hier im schwarzen Trikot wieder erkannt zu haben. Genau wie die geilen Typen aus Porz ist wieder was für die Ladies dabei!
Das Original sollte auch schon seine Runden gemacht haben.
Wir arbeiten übrigens daran, euer Wochenende bis auf die letzte Minute durch zu planen. Das Ergebnis mit Verlosung landet dann bei euch im Postkasten.
Aber hier Köln Porz Exposed...
Den Sponsor am Ende des Videos kennen wir nicht. Aber der dicke Blonde im Video arbeitet für uns.
Endlich die zweite Single von Group Tekkan!
Wurde aber auch Zeit!
Porz 4 Life BITCHEZ
Nicht dass wir unsere Kundschaft verschrecken. Wir sind derzeit unglaublich gut in der Sparte Reggae sortiert. Das macht aber nichts. Wir haben ja noch nicht mal alle Konzerte aus der Sparte. Heute Abend wären ja auch noch Mono & Nikitaman im Knust!
Wir haben ja bisher nur Mama Boom und Urban Monks im Kalender, was eine viel zu bunte Mischung wäre, um überhaupt eine musikalische Schublade auf zu machen.
Und dann kam noch folgende Sondermeldung herein geflattert. Frau Bass und zwei weitere reizende Damen aus Stuttgart verpassen dem Pudel ne neue Frisur. Der Schnitt lies sich wie folgt:
:: Golden Pudel Klub ::
Frau Bass + DJ Änna + D-Nice
18.01. :: 23 Uhr :: Freak Entry
Für gewöhnlich gehört zur Bass die dsl Leitung. Aber der Herr DSL ist auf Reisen und der Pudel fest in weiblicher Hand. Mehr als bloß Vertretung sind die Bodysnatchaz aus dem schönen Stuttgart, wo sie alle zwei Wochen Partys schmeißen die junge Menschen um ihren Schlaf bringen und den Club nach 3 Jahren Tanzflächen Erosion um gut einen Meter vertieft haben.
Für die Gastfreundschaft und jede Menge Bass sorgt Frau Bass. Vielseitige Sets mit Freshness Garantie und eine angeborene Feierlaune machen den Basssound aus, der jeden Laden erfüllt, der er wagt Frau Bass an die Regler zu lassen.

Der Titel des Updates sagt eigentlich alles...
Gehörtes und gesagtes, dass die letzten 4 Wochen bereichert hat. Und Grüße an Johann Buhnê
Nomen est omen
Am Telefon:„Jetzt brauchen wir noch einen Künstlernamen!“
2 Stunden später klingelt das Telefon:„Musik Pistole!“
K.O.S.
Mädchengang auf der Straße:„Ey isch schwöa, isch geh net zu dem hin. Isch weiz genau, dann binn isch wieda schlech gelaunt, wenn isch nach house komm und isch will net wieda meine Mutter schlagen.“
Drei beiwohnende Türken 5 Meter weiter:“ Cizre Belediye Meclis Üyesi da öldürdüklerini de itiraf ettiler*, Digger“
*das türkisch der drei Männer wurde von der Redaktion geändert
Tempus Väth
Elektro DJ nach seinem etwas enttäuschenden Set: “Ey, so ein anspruchsloses Publikum! Die Leute wollen einfach nur auf die Fresse gehabt haben.“
Und täglich grüßt das Russentier
2 Meter großer Schläger bei der Festnahme:“ Wie Gewahrsam? Ich war doch gestern erst Mundsburg [Polizeirevier, anm. der Redaktion]!“
2 Wochen später:
Polizist, der damals beteiligt war, erkennt mich trotz merklichen Pegels, auf der gleichen Veranstaltung, bei der sich der Vorfall absspielte wieder: "Heute bin ich nüchtern..."
Pretty international aka broken language
Choreographin macht vor: „One, Two, Dry, Fear, Five, Sex, Sieben, Akt – that’s not easy!“
Organisatorin des Events später: „Wir sind so happy das alles geklappt hat. Wir wollten die Leute challengen!“
Jesus Freaks beim Militär
Zu zweit im Supermarkt: „Kommt überhaupt jemand zu den neuen Öffnungszeiten?“ „Nein und diese Nachschichten werden hoffentlich bald wieder abgeschafft!“ „Ja hoffentlich.“ Der Blick auf die Uhr verrät 21:45.
Angenommen einer der größten deutschen Lebensmittelkonzerne veranstaltet einen Workshop für seine mittlere Management-Ebene. Angenommen der Workshop nennt sich Movement for Management und Tänzer bringen den Teilnehmern kleine Choreographien bei.
Angenommen der eine Workshopleiter wählt als Musik für den Auftritt 2Pac „Still Ballin'“ (nicht "Hit em up") und die 50 jährigen Milchbrote diggen den Shit.
Angenommen ich hätte eine Videokamera dabei, hätten wir dann nicht das beste HipHop Video aller Zeiten? Unbedingt JA!
Habe ich aber nicht. Ich bin der einzige Mensch auf der Welt, der das unveröffentlichte, geheime, exklusive 2Pac Video zu „Hit em up“ kennt, dass Fat Boy Slim’s „Praise You“ in den Schatten stellt.
Ich versuche aber noch eine Kamera zu besorgen. Es gibt noch eine zweite Aufführung des Videos. Wünscht mir Glück nigg*z and bitches....
WESTSIDE!
Update 2 Stunden später...
Mittlerweile hat 2Pac die dritte Umdrehung im Grab voll gemacht und "Ball of Confusion" ist nun mehr einer tänzerischen Massenvergewaltigung unterzogen worden. Dieses mal gibt es sogar Videobeweise. Eventuell ist der Kameramann zu Mauscheleien bereit und die Welt darf das neue 2Pac Video sehen.
Übrigens! Wieder was gelernt.
Masseusen = Happy End / Masseurinnen = Medizinischer Sektor
Verwechslungen können zu heiklen Situationen führen.
UPDATE! 4 Stunden später...
Auszüge aus dem neuem 2Pac Video sind weltexklussiv auf meinem Handy!
Obwohl Silvester noch Einigen das Knochenmark vernebelt, gab es am Samstag jede Menge HamburgFunk in Echtzeit. Zum Beispiel das Mocambo Konzert im Fundbureau, auf das ich mich geschlichen habe (Ich hoffe es hat euch nichts ausgemacht Jungs). Ich habe nur einen Teil des ersten Sets gesehen, muss aber sagen, dass sich Hamburgs Most Demented gesteigert haben. Alles tighter und wieder schöne Kostüme. Eigentlich könnte Hamburg sich sogar einen richtigen Karneval erlauben. Trotz all der damit verbundenen Unmöglichkeiten und geschmacklichen Ausfällen, haben wir zumindest eine Band die auch in Verkleidung gut spielen kann. Marius No.1 habe ich aber verpasst, da ich zum Familien Fest im 13.Stock angemeldet war.
Und hoch über der Schanze gab es endlich die lang ersehnte musikalische Palette, die der Hansestadt derzeit so grausam gefehlt hat. In Philarmonix Marathon-Set (23:00 – 05:30) gab es aus der gesamten Familie der schwarzen Musik unzählige Köstlichkeiten und Lieder die in Hamburg vermutlich noch nie jemand gehört hat, und trotzdem hat die Tanzfläche gebrannt, wie schon lange nicht mehr in meinem Beisein. Der 13.Stock war bis zur Decke gefüllt mit gutgelaunten Menschen und einmaligen Vibes, an die man sich glücklicher Weise in Zukunft gewöhnen darf. Der Zukunft zweiter Teil ist am 03.02.2007 an gleicher Stelle zu erleben!
Die Weihnachtstradition kann manchmal schon ganz schön verwirren. Warum stellt man sich einen Tannenbaum ins Wohnzimmer, nur um ihn ein paar Tage oder Wochen später wieder auf die Straße zu setzen? Erst wird er überbordend geschmückt bis er die Drag-Queen der Pflanzenwelt ist, und bevor er sich einen der Village People aussuchen konnte wird er auf die Straße gesetzt. Mooshammer ist mit so einer Tour auch nicht besonders gut gefahren, und am Ende war Daisy am Rande der Obdachlosigkeit auf der Bild Titelseite gestrandet. Es würde mich nicht wundern, wenn sich die Tannenbäume auch eines Tages rächen, und uns dem Christkind deutlich näher bringen.
Wie schön ist es doch, dass Silvester seinerseits, nicht nur ein beliebter Name unter Ostdeutschen Boxern, sondern auch ansonsten eine klare Sache ist. Alle saufen, alle sind unterwegs und am Ende stand ich Punkt null ziemlich einsam aber episch an einem Kanal, und habe die zwei lebenden Alkoholleichen die sich neben mir erleichterten nicht weiter beachtet. Und irgendwie war es auch in Ordnung, dass wir uns nicht mit den Worten Frohes Neues in die Arme gefallen sind, da waren mir andere Alkoholleichen lieber. Aber auf einer Ü-30 Party an Silvester zu arbeiten ist eh ein Genuss, den viele Menschen wohl leider bisher vermissen. Noch geiler ist es, wenn dann rund 6 frontal enthemmte Mitbürger eine Schlägerei mit den Türstehern abhalten. Sowas kann nur noch von Polizisten übertroffen werden, die sich gegenseitig mit Pfefferspray ausser Gefecht setzen, und zwei Übeltäter entkommen lassen. Immerhin war ihre Selbsteinschätzung nicht falsch. Das erste Wort des Herrn Polizei war: Oh da brauchen wir aber Verstärkung. Vielleicht aus dem Grund haben wir auch 4 bis 5 mal bei der Polizei angerufen. In Zukunft klappt das vielleicht besser.
Apropos Zukunft...
Zitat HamburgFunk.de Newsletter:
Deine Tante mag Afrobeat, dein Cousin liebt Rare Groove, dein Bruder hört Jazz, deine Mutter sammelt Soul, deine kleine Schwester liebt Electro, ihr Freund macht HipHop, dein Vater liebt Funk, deine große Schwester ist nicht von der Tanzfläche weguzbekommen… und du hast mit Sicherheit mehr als nur ein Lieblingslied. Wir sind eine Familie, der musikalische Stammbaum und der Rhythmus verbinden uns. ‘Family. a labour of love’ vereint endlich die ganze Bargage auf der Tanzfläche. Der weitgereiste und weltweit gefragte Philarmonix lässt bei seinen Sets Genregrenzen und Epochen hinter sich und den Dancefloor nie aus den Augen. Seine delikat gewählte Vielfalt sorgt für viele süße Stunden und bewegte Hüften, ohne Posing und akkustischem Einerlei. Neue Musik für alle B-Boys und B-Girls der Zukunft!
Deine Oma liebt Latin, deine beste Freundin Boogie, dein Onkel feiert Rap, dein Schwager diggt NeoSoul und deine Nichte NuJazz, deine Mutter hört House, dein Kumpel liebt Broken Beat, in der Tanzschule gibt es Disco… und im 13.Stock mitten in der Schanze die Gelegenheit für eine einmalige Nacht. Groove ist dicker als Wasser und neben jeder Menge kalter Getränke gibt es einladende Couchlandschaften rund um den heißesten Dancefloor der Stadt. Am jeweils ersten Samstag des Monats feiern wir im neuen Wohnzimmer, mit neuer Anlage, unsere Familien Feste und Du bist herzlichst eingeladen! Ein frischer Sound in den verkalkten Boxen der Hansestadt für Leute die ernsthaft tanzen wollen!
Also bitte!
Family.
a labour of love.
freestyle future boogie soul
Resident: Philarmonix (Brüssel/Montreal/Hamburg)
Samstag 06.01.2007
13.Stock (über der Bar Rossi)
23 Uhr, 5 Euro