DJ Suro - Smallest but finest

„Is it because i’m black?“ fragt einen die CD direkt zu Beginn der 80 minütigen Session. Der Klassiker von Syl Johnson gibt den Opener zu diesem 7’Inch Mix der besonderen Güteklasse. Die CD kommt in aufwendiger Verpackung daher, ungewöhnliches Case, CD mit beidseitiger Vinyl-Optik und kompletter Tracklist auf der Rückseite.
Der Aufwand um die Verpackung ist ein Indiz dafür welcher Aufwand sich auf dem Tonträger wieder findet. Suro mixt seine kleinen Lieblingsplatten, die den fetten Sound bringen, dabei führt sein Streifzug von Klassikern zu Raritäten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem herrlich sumpfigen New Orleans Sound der späten 60er und frühen 70er Jahren. Die Drums brettern, die E-Gitarren grooven sich dreckig über die noch dreckigeren Basslines, während charismatische Bläsersätze das ganze abrunden. Ein Vergnügen für alle Fans des Dirty South Funk. Die Übergänge zwischen den Tracks sind teilweise so nahtlos, dass man die Übersicht verliert welcher Track gerade läuft.
In meinen Ohren ist Suros sparsamer Einsatz von Cuts ein weiteres Plus an diesem Mixtape. Es ist keine Bewerbung für die ITF-Regionalausscheidung, sondern ein galantes Funktape für den entspannten Endverbraucher. Mit immer anderen Ideen für Übergänge bleibt der Mix in Schwung. Besonders schön ist zum Beispiel der Transfer von ‚The Counts’ zu ‚Paul Humphrey’
Suro stellt die Musik in den Vordergrund, strickt nach dem Vorsatz „ Got to give the People what they want“ – weswegen vermutlich auch der gleichnamige Track der O’Jays auf dem Tape zu finden ist. Unter den 31 Tracks auf der CD und den 33 Tracks für alle Liebhaber der MC findet man einige bekannte Samples und Breaks, die unbekannten Stücke liegen aber ebenfalls gut im Ohr, so dass es bei all den Stücken nicht einen Ausfall zu beklagen gibt.

Die CD und das Tape sind in diversen gut sortierten Plattenläden in Altona und der Schanze erhältlich. Ansonsten auch über www.fingerprintmusic.de oder www.djsuro.de

Großer Funk von kleiner Scheibe für großartige Hörer mit kleinem Geldbeutel!

Anbei die Tracklist der CD (MC ist um 2 Tracks reicher)

1. Syl Johnson - Is It Because I´m Black
2. Commodores - Look What You´ve Done To Me
3. Cold Grits - It´s Your Thing
4. Salt - Hung Up
5. Meters - Look A Py Py
6. Ohio Players - Funky Worm
7. James Brown - Think
8. Rudy Love and the Love Family- Does Your Mama Know
9. Notations - Superpeople
10. The Counts - Why Not Start All Over Again
11. Paul Humphrey - Detroit
12. O´Jays - Give The People What They Want
13. Ground Hog - Bumpin´
14. Herb Alpert - Rise
15. Sharon Jones - This Land Is Your Land
16. Patti Drew - Hard To Handle
17. Lyn Collins - Me And My Baby Got A Good Thing Going
18. Myra Barnes - Message From The Soul Sisters Pt.1
19. Bill Withers - Kissing My Love
20. Jean Knight - Mr. Big Stuff
21. Randy Maverick - Pure Love
22. James Young - Barkin´Up The Wrong Tree
23. Earnest Jackson - Hogwash
24. Kay Gees - Got To Keep On Bumpin
25. Cold Fire - Party Hardy
26. Abraham & the Metronome - Party
27. Emotions - My Honey And Me
28. Ann Sexton - You´re Loosing Me
29. J.A.L.N. Band - Say Say Say
30. Houston Outlaws - Soul Power
31. Little Beaver - Party Down

Jazzket | Freitag, 9. September|   Diskussion (0)