31.03.05

Don't be hatin!

Wir haben da eine kleine Beschwerde über unseren Jazz bekommen. Schriftlich sogar! Na dann muss es ja ernst sein. Leider wissen wir nicht zu welchem Kind der Brief der strengen Eltern gehört. Aber bewahren wir doch mal die Privatssphäre im Klassenzimmer und erzählen mal, wer hier eigentlich über wen und was urteilt und warum.
Die Geschichte von Jazz:
Jazzket sind zwei Schizophrene Stiefbrüder, die beide des öfteren der Meinung sind, dass sie Jesus wären. Besonders Ostern kommt es daher im HamburgFunk Headquarter oft zu Streitereien, wer von beiden das Kreuz tragen darf. Dann ist Nesch immer sehr gestreßt. Nesch, dass ist die alleinerziehende Mutter der beiden. Die Väter sind bis heute unbekannt, Nesch hat es zu den wilden Zeiten (Demotape von Dynamite Deluxe) nicht so genau genommen, aber dennoch total über den Nachwuchs gefreut. Man nimmt was man kriegen kann, hat Nesch beide Male im Krankenhaus gesagt. Und was sie bekam war Jazzket.
Im Kindergarten waren sowohl Jazzket als auch Jazzket sehr aufgeweckte Chiller, die immer die besten Sandburgen gebaut haben, weshalb sie noch heute den Anspruch erheben, über Alles und Jeden zu urteilen.
Nach dem Kindergarten wollte Nesch, dass die beiden eine eigene TV-Sendung auf RTL 2 bekommen, da die alltäglichen Dinge im Hause Funk doch immer sehr unterhaltsam waren. Und schließlich wollte Nesch, dass Jazzket mal berühmt werden. So wie Britney Spears. RTL 2 lehnte aber ab, da sowohl Jazzket als auch Jazzket, darauf beharrten, dass sie Jesus sein, und sie durch das Megafon gesprochen viel zuwenig Titten für eine ordentliche Sendezeit auf RTL2 hatten.
Nesch versuchte es auf einem anderen Wege die Kinder zu ernähren. Sie beantragte bei Kultur Senatorin Dinges-Gierig Fördergelder. Dinges-Gierig lehnte jedoch ab, da Jazzket immer noch zu wenig Titten hatte. In dieser Verzweiflung auf einem wilden Drogentripp lernte Nesch dann Tortellini kennen. Liebe auf den ersten Blick. Nesch und Tortellini verstanden sich so gut, dass sie beschlossen für die beiden Jazzket eine Internetseite einzurichten, auf der sie ihre Jesus-Neigung sowie andere kreative Ideen ausleben konnten.
Die Seite ist unter der Adresse www.iffelmaxe.de zu finden. Doch bald schon waren Jazzket unzufrieden. Sie waren nicht nur Jesus sondern auch Snoop Dogg und der Papst. Mit 6 Persönlichkeiten auf zwei Körper verteilt zogen sie ins schöne Hamburg, absolvierten die SAE und holten sich noch ne Website um ein paar Bilder von nackten Titten an die Leute zu bringen. Durch all die Rückschläge nach dem Kindergarten hatten sie einen Tittenkomplex den sie nun hier ausleben. Und neben Titten ist da noch verdammt viel Hass. Aber sie hassen für alle anderen mit. Also lasst sie doch bitte, sie haben sonst nur iffelmaxe.de zum spielen.

Posted by Jazzket at 03:16 | Comments (322)

25.03.05

Re: Alltagslogik #2

Die nachfolgenden Gedanken zum Problem von Mittwoch sind trotz Kürzung umfangreicher als erwartet geraten - vielleicht etwas zum besinnlichen Schmökern über Ostern...


Auf den ersten Blick liegt der Lehrer falsch. Schließlich passt hier Regel b):
Die Beanstandung liegt in der Behauptung des Korrigierenden, dass die Aufgabe nicht vollständig gelöst wurde. Sie ist auch tatsächlich unberechtigt, da die richtige Lösung der Aufgabe bei der Korrektur nur übersehen, nicht aber vom Schüler vergessen wurde.
Damit müsste also die Punktzahl nach oben angepasst werden und der Lehrer hat Unrecht.

Aber nur unter Anwendung von Regel b) ist auch das gegenteilige Ergebnis möglich, wenn man nicht an ihrem Wortlaut haften bleibt, sondern schaut, was sich hinter dieser Regelung verbirgt.
Ihr liegt wohl die Forderung zugrunde, dass die Punktzahl der Leistung des Schülers in der Klausur entsprechen soll. Wenden wir dies auf den Fall an, so stellen wir fest, dass die Punktzahl nur dann der Leistung entspricht, wenn sie nicht nach oben hin angepasst wird, da - wie angenommen - beide Ergebnisse punktmäßig gleichwertig sind und A an erster Stelle an Punkten zuerst verliert, was er daraufhin an zweiter in gleicher Höhe gewinnt.
Wenn aber die Punktzahl nicht nach oben hin angepasst werden muss, liegt der Lehrer nicht falsch, sondern hat Recht - genau das war nämlich sein Standpunkt.

Unter Anwendung von nur einer Regel sind also bereits beide Ergebnisse möglich - was passiert nun, wenn auch noch a) ins Spiel kommt?

Diese Regel besagt, dass die alte Punktzahl bestehen bleibt, obwohl ein bisher unentdeckter Fehler gefunden wurde. Damit lässt sie also (für einen bestimmten Fall) zu, dass die Punktzahl des Schülers nicht seiner Leistung entspricht.
Dies ist jedoch mit der Forderung - dem gerade gefundenen Sinn - des b) nicht vereinbar, der eine solche Abweichung beider Parameter nicht erlaubt. Da wir nun aber beide Regeln zugleich handhaben müssen, können wir nicht mehr - wie noch gerade eben - davon ausgehen, dass die Punktzahl nicht anzuheben ist und der Lehrer Recht hat. Müssen wir dann nun doch annehmen, dass er falsch liegt ?
Vielleicht. Jedenfalls lässt sich dieses Ergebnis auch noch anders begründen; wir haben uns schließlich noch keine Gedanken dazu gemacht, dass auch hinter Regel a) ein Sinn steckt.
Wer den Anstand besitzt, auf einen eigenen Fehler hinzuweisen, soll nämlich dadurch keinen Nachteil erleiden. Das wäre aber der Fall, wenn der Lehrer die Punktzahl nicht anheben müsste und damit Recht hätte, obwohl A auf seinen Fehler hingewiesen hat und ihm damit wegen a) Schutz gebührt.

Sind wir nun schlauer?
Je nachdem, welche Begründung wir finden, hat der Lehrer Recht oder Unrecht.
Geht es jetzt darum, auszuzählen, wie viele Argumente sich für welches Ergebnis finden lassen? Danach stände es 3 - 1 gegen den Lehrer. Das ist zwar für den Schüler derbe, nicht aber für den Lehrer, der sich immerhin mit einem Argument gegen die Mehrheit behaupten kann. Muss er sich jetzt mit dem Einwand geschlagen geben, dass sein Schüler dreimal richtiger liegt als er?

Besser ist es wohl, die Lösung noch auf andere Argumente zu stützen.
Zu diesem Zweck nehmen wir für einen Moment an, der Lehrer hätte Recht.
Unterstellen wir weiterhin, Schüler Kalle P. hat - mittels telepathischer Kräfte - exakt die gleiche Arbeit wie A geschrieben. P liest jedoch regelmäßig hamburgfunk.de und ist deshalb ein Schlauberger. Anders als A hat er seine Klausur komplett durchgesehen und sie in umgekehrter Reihenfolge beim Lehrer vorgezeigt, also zuerst mit Hinweis auf Regel b), dann auf a).
Er bekommt zuerst seine Zusatzpunkte und anschließend darf ihm beim seinem Fehler nichts abgezogen werden - somit erhält er für die gleiche Leistung mehr Punkte als A.
Finden wir jetzt einen Grund, der diese Ungleichbehandlung sachlich rechtfertigt?
Er müsste ja etwa so aussehen:

"Wer nicht erst den Rest seiner Arbeit durchsieht, bevor er auf einen Fehler aufmerksam macht, muss hinnehmen, weniger Punkte zu bekommen als ihm zustehen, weil .............."

Ich sehe keinen Weg, die Lücke sinnvoll zu füllen - nicht ausserhalb und schon gar nicht innerhalb des Systems von a) und b). Schliesslich muss ja die Punktzahl nach b) der Leistung entsprechen und Anstand nach a) belohnt werden. Auch außerhalb der Regeln kann ich keinen Grund erkennen, warum an die bloße Reihenfolge der Korrekturen ein Nachteil zu Lasten des A geknüpft werden sollte.
Damit kann also die Annahme vom Anfang, der Lehrer hätte Recht, nicht stimmen.
Zwischenstand: 4 - 1.

Gibt es noch einen weiteren Ansatzpunkt?
Wir haben ja festgestellt, dass a) und b) nur scheinbar harmonieren und vielmehr in bestimmten Konstellationen kollidieren, also miteinander unvereinbar sind.
Ein solcher Kollisionsfall liegt hier wohl vor. Denn wenn nach Regel b) die Punktzahl der Leistung entsprechen soll, darf man nicht nach Regel a) über den Fehler hinwegsehen und umgekehrt.
Was tut man in einem solchen Fall? Man wägt ab, gewichtet also die kollidierenden Regeln.
Die entsprechende Frage lautet: Wenn nicht beides zugleich gelten kann, was hat dann Vorrang? Besonders überzeugend ist die Antwort, wenn man sie nur mit den vorgegebenen Annahmen begründen kann. Zur Lösung gelangt dann, wer versucht, beide Regeln zusammenzuführen; folgende Sätze tun dies - welcher ist mehr gangster?

1.) "Der Schüler erhält grundsätzlich so viele Punkte, wie ihm nach seiner Leistung zustehen, es sei denn, dass bei ihm ein Fehler übersehen wurde. In diesem Fall ist es ausnahmsweise vertretbar, dass er letztendlich mehr Punkte erhält, als ihm gebühren."

2.) "Der Schüler erhält grundsätzlich mehr Punkte als seine Leistung zulässt, es sei denn, dass die Korrektur fehlerfrei war. In diesem Fall entspricht die Punktzahl ausnahmsweise der Leistung."

Wir sehen sofort, dass nur bei 1.) dass Verhältnis von Regel und Ausnahme zwischen b) und a) richtig wiedergegeben ist. Wenn nun also a) die Ausnahme zu b) darstellt, liegt darin schon die Entscheidung für den Vorrang untereinander. Denn dies ist das Wesen der Ausnahme: Sie verdrängt, wenn ihre Voraussetzungen vorliegen, die Regel. Daraus folgt nun also, wonach wir suchen: b) tritt hinter a) zurück.

Wenn dies der Fall ist, kann der Lehrer aber nicht unter Hinweis auf b) einwenden, die Punktzahl dürfe die Leistung nicht übersteigen; genau dieser Umstand ist ihm nämlich nach eigenem Dafürhalten erkennbar weniger wichtig als die Belohnung des anständigen Verhaltens des Schülers nach Regel a).
Damit haben wir zugleich auch sein letztes Argument entkräftet.

Er hat demnach Unrecht. Endstand 5 - 0.
Frohe Ostertage!


Beim nächsten Mal: Modus tollens beim Saufen

Posted by Tortellini at 11:33 | Comments (0)

23.03.05

Alltagslogik #2

Hallo Knobelfreunde,
liebe Rapper,

die positive Resonanz auf den ersten Teil dieser in zeitlich loser Abfolge erscheinenden Serie hat den Autor bewogen, ein zweites Problem aufzuzeigen, dessen Bearbeitung jedoch erst in zweiter Linie eine Beschäftigung mit der Logik erfordert. Es ist dennoch nicht weniger reizvoll, da im Vordergrund die Handhabe von Argumenten und den diesen zugrunde liegenden Annahmen steht.
Der Sachverhalt - dem Autor vor langer Zeit tatsächlich so widerfahren - ist leicht verständlich:

Eine Mathematik-Klassenarbeit wird vom Lehrer besprochen und zurückgegeben.
Die Schüler werden gebeten, die Korrektur auf Unachtsamkeiten des Korrigierenden hin zu überprüfen und diese dem Lehrer zu melden.
Der Lehrer macht diesbezüglich auf Folgendes aufmerksam:

Regel a) Falls sich der Fehler des Korrigierenden zugunsten des Schülers ausgewirkt haben sollte, würde dies bei der erneuten Korrektur nicht zu nachträglichem Punktabzug führen.

Regel b) Im Falle einer tatsächlich unberechtigten Beanstandung würde selbstverständlich die Punktzahl nach oben hin angepasst.

Man ahnt nun schon, was geschieht:
Der Schüler A erkennt durch Vergleich mit seinem Nachbarn, dass ein falsches Ergebnis in seiner Arbeit als richtig gewertet wurde.
Er geht - mit mehr Anstand als Vernunft - zum Lehrer, von welchem er für seine Ehrlichkeit gelobt wird. Der Lehrer streicht den Fehler als solchen an, Punktzahl und Note lässt er aber wie zuvor versprochen unverändert.
Beschwingt durch soviel Tapferkeit und sich selbst auf die Schulter klopfend kehrt A an seinen Platz zurück und stösst bei weiterer Durchsicht seiner Klausur auf eine grobe Ungerechtigkeit bei der Korrektur; ein von ihm gefundenes, zutreffendes Ergebnis wurde vom Korrigierenden vollständig übersehen, weshalb A für diese Aufgabe nicht die volle Punktzahl erhalten hat.
Der darauf hingewiesene Lehrer stimmt dem erbosten A insoweit zu:
Da sei "tatsächlich zuungunsten des A leider ein richtiges Ergebnis übersehen worden".
Für die Aufforderung des A, nun die dafür nicht gegebenen Punkte zur Gesamtpunktzahl hinzuzurechnen, hat er aber nur ein müdes Lächeln übrig. Denn da sich nun ja beide Fehler "aufheben" würden (was von der Punktzahl her stimmt), wäre ja alles wieder beim Alten: Er könne ihm keine zusätzlichen Punkte mehr geben. Das sei für A, so wörtlich, "leider dumm gelaufen" und A "hätte mal lieber erst die ganze Arbeit durchsehen sollen".

Falls der Lehrer Recht haben sollte, was spricht für seine Ansicht?
Angenommen, er hat Unrecht: Wie begründet man dies am besten möglichst nur mit Hinweis auf seine eigenen Regeln a) und b)?

Sollte es von Interesse sein, wird sich der Autor den Problemen Ende der Woche nähern.
Bis dann!

Posted by Tortellini at 10:59 | Comments (1)

22.03.05

Sensation

Hildeborg und Ulf Tellem sind da! Unsere zwei Fans aus der Nähe von Bad Salzuflen haben sich selber den größten Traum erfüllt und das HamburgFunk Update Museum besichtigt. Bei ihrem Rundgang ist dieser Schnappschuss entstanden. Der letzte Schnappschuss den ich hätte machen wollen liegt gerade mal einen Tag zurück. Nein es geht nicht um Sitzreihen, sondern um einen fabelhaften Gerichtstermin. Der Termin war so früh am Morgen und die Nacht hatte mir noch so viel zu sagen gehabt, dass es nach dem Aufstehen nicht für die Dusche gereicht hat. Eigentlich eine total überflüssige Information an dieser Stelle, aber die Frau im Gericht, die sich extra von mir weggesetzt hat, wollte wohl irgendwas in der Richtung sagen. Also schlurfe ich total verschlafen zur U-Bahn und bin noch halb in Träumen versunken, als mir klar wird, das ich einen grandiosen Eindruck auf den Richter machen werde. Einige Menschen finden eh, dass ich wie ein Kiffer aussehe, wenn ich dann noch schlaftrunkene, blutunterlaufene Augen habe, ist dieser Eindruck vermutlich haltbar. Zumal ich noch unrasiert wie ein Yeti daher kam. Während der U-Bahn fart in die City Nord male ich mir die ganze Zeit aus, was alles passieren könnte. Ob der Richter es diggt, wenn ich "Ey Herr Richter digger" sage. Ob ich möglichst dreist und frech antworten soll, auf dumme Fragen des Strafverteidigers. Aber fahren wir fort mit der Anekdote...
Angekommen in der City Nord - Die City Nord ist ein Trainingsgelände für Briefträger. Da sind überall kleine Brücken, Schleichpfade, Steigungen und Pylonen über die stets 2 Postboten hinwegfahren. Egal wo und an welcher Ecke, in der City Nord treten die Briefträger im Rudel auf. Und es sind so viele. Es wäre nicht verwunderlich, würde die Post gerade einen geheime Armee zu Umsturzzwecken der FDP trainieren. Tausende von Soldaten, die mit riesigen Fahrrädern über all die kleinen Wege nach Berlin fahren, um Guido Westerwelle an die Macht zu bringen...
Dann gelint es mir mich selber sehr zu überraschen, indem ich auf die Minute pünktlich vor dem Gerichtssaal lande! Nur um in meinem notorischen Zuspätkommen bestätigt zu werden. Der Saal ist leer. Ist ja auch nicht schlimm, das Wartezimmer hat eine tolle Aussicht und prima Bänke. Ich setze mich also, die Frau steht auf, ich fühle mich sehr geschmeichelt und checke die Lage. Bei dem Strafverfahren hat sich ein lustiger Zeugenkreis gebildet. Die Opfer, Retter und Beobachter kennen sich mittlerweile und wir schnacken immer wenn wir uns auf dem Kiez treffen. Nur in diesem Wartezimmer war keiner meiner Leute. Nur eine Frau die mir klar und deutlich gesagt hat, dass sie kein Sex mit mir möchte, was ich aber auch total in Ordnung fand, da die Kuh eh nicht meinem Geschmack entsprach. Ausserdem war sie auch gut 13 Jahre älter. Der weitere Blick ins Wartezimmer zeigt zwei wundersame Gestalten, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Mein erster Gedanke war: "Zeugenschutzprogramm! Die meinen es aber ernst." Mein zweiter Gedanke war: "Warum hab ich keine Perücke?" Ob die beiden vielleicht doch die Täter waren? Ausgeschlossen - Der Fleischgewordene Käptn Blau Bär hat mich doch niemals überfallen - oder kann der Knast so etwas mit Menschen machen? Nach 20 Minuten kommt eine Beamtin um sich der Sache anzunehmen. Mein Fall wurde da garnicht verhandelt, auch wenn meine Ladung was anderes sagt. Dann kommt ihr Kollege um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Das ganze macht er super elegant mit der Frage: "Haben Sie die Abladung nicht bekommen?" Und diese Frage war nicht einmal eine rhetorische, die hat er ernsthaft gestellt und eine Antwort erwartet. Vielleicht hätte ich ihm einfach sagen sollen: "Natürlich habe ich die Abladung erhalten, ich hatte nur Angst, dass ich die Ab-Abladung nicht erhalten habe, und deswegen den Termin verpasse"
Dann habe ich mir aber ertmal ein versöhnliches Frühstück im Cafe "come together" gegönnt. Man beachte bitte die neuen Öffnungszeiten ab April 2002, so warnt das Schild im Fahrstuhl. Super belegtes Brötchen für nur 1,30-. Kann man nur empfehlen!

Posted by Jazzket at 15:58 | Comments (326)

18.03.05

Beachtlich

Ist das nicht mal ein schöner Flyer? Und eine gute Aussicht auf den April? Ist nicht www.superbad-hamburg.de eine sehr coole Seite geworden? Oder auch www.support-hamburg.de , die Seite der sympathischen Sendung auf Tide, die der Kunst und dem Flash den Vortritt lässt, und nicht so sehr auf Selbstdarstellung aus ist wie hf.de? Wir werden dem neuen Trend folgen und bald sind wir zu finden unter: www.hamburgfunk-hamburg-barmbek.de damit auch jeder weiß wo der Walfisch am liebsten schwimmt.
Der geneigte Leser, vom erfolgreichen Veranstalter zur reizenden Studentin, vom Bauarbeiter zur Handelskaufrau im 2 Ausbildungsjahr, wird mittlerweile diese Geschichten kennen. Mein Talent zur Tierimitation, oder besser gesagt, zu diesen Aufgaben, die sich völlig grundlos in den Weg stellen, wie der Türrahmen sich dem Hunde mit dem großen Stock, oder die Treppenstufe der liebestollen Schildkkröte. Ich fange mir einen fiesen, ekligen, hinterlistigen Virusinfekt ein und muss anstatt zu schlafen ein Plakat für ein Lesbisches Band Festival entwerfen. Klingt für den Leser erstmal aufregend, ist in der Realität aber doch eher ernüchternd. Zugegeben, ich habe bis vor kurzem auch gedacht, Lesben, dass wären immer zwei gut gebaute Frauen, die gerade irgendwo nackt darauf warten, dass ich mich dazu geselle. Leider Falsch. Erstens wollen die Lesben wirklich keinen Mann dabei haben, zweitens wollte kein Mann bei diesen Lesben dabei sein - Jahre lang völlig falsch gewichst! Ähnlich missverstanden ist dann auch mein Entwurf aufgenommen worden. Ist halt nicht alles so gelungen wie die Dove Werbung.
Und was passiert nicht alles in der Politik. Die ganze Geschichte in Kiel ist sicherlich spannend, aber noch besser fand ich, was ich im Radio zum Irak-Krieg gehört habe. George W. Bush ist ja nicht gänzlich allein in den Irak gestürmt. Es gab die Koalition der Willigen (nein keine Lesben - Länder die mit Bush bei der Invasion des Iraks einig waren) die jetzt nach und nach zurückrudert. Demokratie ist bestimmt eine tolle Sache, wie aber gerade Berlusconi das Prinzip verbreiten will, kann man nur als sehr ausgiebigen Aprilscherz verstehen. Im Zuge der Rückzugspläne Italiens griff die Radioreportage auch die anderen Länder auf die dabei waren oder sind. Alles opportune Idioten! Alle? Nein nicht alle. Slowenien wird auch als stolzer Teil der Koalition gezählt - zuerst dachte ich: ihr opportunen Schweine! Euch sollte der Mulla... Dann aber sagte der Radioreporter eine Zahl. 12 . Slowenien hat 12 Soldaten in den Irak gesandt. Das war kein opportunes Verhalten - das war ein diplomatischer Klingelstreich! Slowenien rockt. Zwei Fragen bleiben. Was hat das alles mit dem Flyer zu tun und schnarche ich nachts?

Posted by Jazzket at 00:54 | Comments (269)

11.03.05

Briefing zum Umtrunk

Da wir in der letzten Woche Beschwerdebriefe über ein mangelndes Wochenend-Update erhalten haben, kuschen wir jetzt, und gebens euch richtig (Anm. Lil Kim: ganz egal wo!). Dieses Wochenende gibt es jede Menge Reggae, HipHop und einen satte Portion Funk. Heute geht es los mit dem Palm Dancehall des Love Tank Soundsystems, morgen gibt es mehr Partys als Parteien in den Usa. Soll es so richtig Bling Bling sein mit Disco Diamant beim Memory Club im Mandarin Kasino? Oder alles irie sein bei Treasure Isle im Waagenbau? Vielleicht wollt ihr auch die dicke Hose ausführen beim Danse Deluxe im Hafenklang?
Wir haben euch hilfreiche Einträge in der Terminsektion zu eurer Rechten bereitgestellt, also auschecken und einen heben, bei der Feier der Wahl.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn sie den Alkoholkonsum allerdings in solcherlei Rahmen halten, dass die Wahrnehmung auf der Tanzfläche erhalten bleibt. Mein letztes einschneidendes Erlebnis auf der Tanzfläche war vergangenen Samstag beim Warm-Up Programm vorm Kiez. 35 beseelte Frauen im Kampf gegen die 45 ziehen sich derbe Beats von Plazebo rein (er ist wirklich derbe bei der Auswahl gewesen). Die Frauen, alle weltmusikalisch, wenn nicht bewandert, dann doch begeistert, lassen alles raus, was sich so in den 45 Jahren Geschlechterkampf angestaut hat. Ca. 4 versprengte Männer versuchen besänftigend mit zu smoofen. Das war einen Midnight - Midlife Bauchtanzgruppe auf Acid! Michn hat es in meiner tänzerischen Wahrnehmung, und Bewegungssprache irgendwie total weiter gebracht. Da war so viel Östrogen im Raum, dass ich beinahe Brüste bekommen hätte, was ich auch irgendwie eine total wichtige Erfahrung gefunden hätte, irgendwie.

Vielleicht einfach noch mal zu nachtanzen:

1. Den Rhythmus fühlen - dem folgend immer leicht in die Knie gehen.

2. authentischer sieht es aus, wenn der Rhythmus dabei nicht ganz getroffen wird. Der Rhythmus ist der Diktator, der Körper die heimliche Opposition.

3. Befreiungskampf/Revolution - die Arme brechen aus! Alle Himmelsrichtungen sind erlaubt. Die einzige Grenze sind die Gelenke (Das Wippen in den Beinen nicht vergessen)

4. Den Rhythmus noch etwas mehr fühlen!

5. Das Fundament bricht los, der Staat bewegt sich! Die Revolution ist unaufhaltsam! (Schritt nach vorne - große Geste mit den Armen - Schritt zur Seite - den Raum nutzen - Schritt nach hinten - die Revolution ist am Anfang angekommen)

6. Rhythmus! Akzente spüren UND setzen! Arme vor dem Gesicht verschränken, in-sich gehen.

7. Explosion! Der Körper ist frei! Die Seele schwebt im Raum. Das Vollkornmüsli meldet sich in der Magengegend...

8. Springen.

9. Das Vollkornmüsli macht ernst. Schließmuskel entspannen.

10. Den neu gewonnen Platz in Anspruch nehmen mit...

1. Rhythmus....

ich hoffe sehr diese Anleitung kann euch weiterhelfen.

Euer Jazz
Friede

Posted by Jazzket at 16:40 | Comments (2)

10.03.05

Konzept: Freier Vormittag

Was aus der Ferne lustig klingt ist bei näherer Betrachtung doch nur Katzenjammer gewesen. Meine Cheffin war mitleidig mit mir, und mein Vormittag plötzlich FREI! Alles was ich tun musste war... meine Lohnsteuerkarte finden. Bei meinem Archivsystem hatte ich mich selber, sowie den Sinn des Lebensgefunden, bevor ich irgendeine Karte von 2002 gefunden habe. Also schlau gemacht und aufgepasst: Hier kommt das Amt. Alles was man zur neuen Lohnsteuerkarte braucht sind genau eine Handvoll Euros und einen Perso. Geld ist nicht das Thema, ich bin vollzeit Hustler und hab immer 5 Euro dabei. Perso ist für mich als Musterbürger natürlich heilig, also auch kein Problem... würden es die Beamten nicht noch etwas heiliger mit dem Perso nehmen, der leider schon abgelaufen ist. "Hören Sie! Das ist doch keine Milch, der ist noch nicht schlecht!" "Der ist leider abgelaufen." "Das können Sie doch nicht bestimmen, es ist doch schließlich meine Identität! Ich werde gleich sauer!" "Sehen Sie, wie Milch: 8 Euro, eine Unterschrift sowie Lichtbild bitte." 8 Euro kann ich mir auch leisten, schreiben ebenfalls, aber Licht würde ich mit meinen Bildern nicht in Verbindung bringen. Und dabei wollte ich endlich meinen Künstlernamen eintragen lassen, ein lustiges Foto und anderen Quatsch machen. Pustekuchen! Immerhin konnte ich noch 2 cm mehr bei der Größe raushandeln.

Dann musste ich aber auch schnell weiter, um mich mit Pädagogen rumzuschlagen. Ich weiß nicht wie oft ich es noch sagen kann, aber Lehrer, Betreuer und Sozialarbeiter sind die lebensfernsten Gestalten unter der Sonne. Die Pest! Und so viele. Und warum haben die ausgerechnet meine Büronummer. Es sind doch so viele Tasten auf dem Telefon, und es gibt so viele Kombinationen. Und ausgerechnet bei mir landen die Leute die vermutlich das Tastenfeld des Telefons ablecken. Klares Foul-Spiel vom Schicksal!


Posted by Jazzket at 16:07 | Comments (0)

09.03.05

Michael Jazzson

... kann heute ma Pause machen, sich zurücklehnen, die Shoutbox genießen, an Telefonkonferenz-Skillz arbeiten und neue "Jungs-kennenlern-Tricks" a la Young Miss erfinden!
Man staunt... was hat der denn erlebt? Nix...
Was gehtn da fragt sich der Eine oder Andere? Antwort: 5 Tage Hamburg, 30 Minuten mit nem Alki im Auto und 2 Stunden Telefonterror a la Nesch (Digga!)... Dann kann man sofort n Update updaten, das sich gewaschen hat!
Meine Lieblingszitate der letzten Tage sind "Ich weiß es nicht, ich hab noch nie da gegessen" auf die Frage, wie das Essen im Imbiß sei, indem mein neuer Arbeitskollege sich jeden Mittag zurückzieht... Und von selbigem Menschen die Aussage "Wenn der mitm Auto nicht weg ist stehts meistens da": Vielversprechend!
Großartig auch mein Treffen mit Michael am Abend. Die Haare wie zu besten Zeiten nach hinten zum Zopf, anscheinend frisch aus den USA vom Prozeß eingeflogen, Minigolf aufm Handy spielend! Kein Wunder, dass hier alle nach Updates schreien! Der Mann hat definitiv zu tun!!! Zum Beispiel taubstummen Kommunikation mit Bodyguards verfeinern, Theaterstücke schreiben, Vorschläge bitte an eine HamburgFunk-Email eurer Wahl, oder aber eben $onido empfangen um DAS Telefonbattle des Jahres mit Nesch auszutragen! Ich übe schon fleißig um die beiden beim nächsten Part zu burnen, so tight bin ich, dope shit! Props an dieser Stelle an meine beiden Kontrahenten/Partner! Nice 1! Fo shizzl!

Damit wäre dann sowohl das Jazzket hasst Deutsche Syndrom und auch das Gangsta-Represent Ding abgeschlossen!

Gestern habe ich die Loco Dante CD gesehen. Leider nur gesehen und nicht gehört, wer sie sieht, möge sie doch bitte ma anhören und schreiben wie sie ist! Michi meinte: Cool! Aber der hat auch noch andere Sachen im Kopf!

Desweiteren kann man morgen nach Hannover fahren und Culcha Candela live erleben! Nach längerer Studiozeit lassen sich die sieben ma wieder auf der Bühne blicken und das ganz in "unserer" Nähe! Zusammen mit den Fantas!

Donnerstag 18h, Tui Arena, Expo Platz 7, Hannover

So, genug des konfusen Schwachsinns, ab Jazzs Updates kommt eh niemand ran, aber wayne? Genau!

Benson

Posted by $onido at 17:44 | Comments (1)

08.03.05

Pulsschlag

Es ist ein wenig hektisch geworden, in meinem werten Privatleben, das ja eigentlich nichts zur Sache tut, und sich doch immer wieder in den Mittelpunkt drängt. Meine Dienste als Autor werden geschätzt und maßlos in Anspruch genommen. Nebenbei tobt ein Tanzfestival mit zahlreichen internationalen Künstlern um meine Ohren. Ein weiteres Festival will geplant sein, und ich habe einen Rechnerwechsel vollbracht. Jede Menge Holz also im kleinen Jazzhausen. Und so kann es schon mal passieren... Moment... Ja? Am Aparat... Nein... muss ich mit dem Betriebsbüro klären...ich danke! Tschüss. Da bin ich wieder. So kann es passieren dass ich zwei Telefongespräche gleichzeitig führe während ich ein Theaterstück schreibe. Oder anderen Schmonz fabrizieren muss... Hi! Can I help you?... She's not there, maybe I can help you out... You lost your Passport! That could be a problem, but hold on a minute! ...Ja. Hey Du! Wie geht es Dir... Haha..süß... Kleines ich habe gerade ein Gespräch auf der anderen Leitung...Ne tut mir leid, ich weiß nicht wie man Nancy Sinatra bei Itunes am besten einordnet... Ich liebe dich!... Excuse me. I'm back. So your passport is missing... we will call the embassy... Tanztheater am Rande des westlichen Verständnisses ist schon ein Anblick der das Auge sehr erfreuen kann. Und die kommunikativen Fähigkeiten werden voll ausgeschöpft, franco-denglish mit russischen Zungenschlag kurz vor der Mittagspause. ... Off course you can check your emails here... www.wanadoo.fr... dancefantastic@wanadoo.fr ******. 5 Mails unread... Dear Ms. Tchekpo... Bringst du mir was vom Bäcker mit?... Franzbrötchen ohne Rosinen und verlob dich nicht schon wieder!... Bis gleich... Und so mussten unseren lieben Leser ungebrieft ins Wochenende gehen. Es kann halt nicht immer Update sein.

Wer ist hier eigentlich der Bildzeitung am Dienstag mächtig? Jeden Dienstag ist in der Bild eine Beilage namens Alsterliebe & Elbverkehr. Wie der Name schon verraten will, geht es um Liebe und Flüße. Verzweifelte Singles tun ein weiteren Schritt an den Rande der Gesellschaft, MIT FOTOS! ... Ja? Ich weiß es nicht! Wozu habt ihr ein Festival Büro? Ihr müsst uns auch mal zuarbeiten...nein... auf keinen Fall!... Ich muss jetzt leider eine Hallenführung machen...ich muss auflegen... Und diese Singles suchen mit den frechsten Sprüchen seit dem letzten Ballermann Urlaub um Gehör beim anderen Geschlecht, oder auch beim gleichen. Sehr beachtlich sind Anzeigen wie: "Single seit 28 Jahren sucht Frau für Beziehung und zum Probleme lösen. Du solltest nett sein und kein Problem mit dem Landleben haben."Quizfrage: Was macht dieser Mann, dessen Foto sehr nach Fandungsbild aussieht falsch? Man weiß es nicht. Vielleicht findet sich ja hier jemand der Lust hat ein paar Probleme zu lösen. Man sollte auf jeden Fall viel Zeit und Spaß an Problemen mitbringen. Ausbildung aus dem Pflegebereich wäre vielleicht angebracht. Oder auch die Kategorie Sonstiges. Niveaukraftwerk! "Gelangweilter Schmusebär sucht heiße Kuschelmaus für gelegentliches sexeln tagsüber." 5 Millionen Arbeitslose sind kein Problem, bedenkt man, dass nahezu 15 Millionen Deutsche Atmen als intellektuelle Herausorderung sehen... Danke. Was kostet das Franzbrötchen?... ich hatte dir doch neulich was geliehen... Und wenn ich nicht gerade die Bild lese, oder zwei Telefongespräche auf drei Sprachen gleichzeitig führe, dann muss ich Künstler durch die Hallen führen, Workshops koordinieren oder ein Theaterstück schreiben. Also bitte übt Nachsicht und freut euch über die Updates von Oma denn: Updates ain't easy!

Posted by Jazzket at 03:25 | Comments (1)